Die Schweizer Mountainbike-Zukunft hat an der WM im italienischen Val di Sole eindrücklich abgeliefert. Anina Hutter gewann im Cross Country der U23-Frauen Silber, Monique Halter holte Bronze und Fiona Schibler wurde starke Vierte. Bei den Männern sicherte sich Nicolas Halter ebenfalls Bronze. Damit gingen gleich drei der sechs U23-Medaillen des Tages an die Schweiz.
Besonders beeindruckend war die Schweizer Mannschaftsleistung bei den Frauen. Die Italienerin Valentina Corvi war zwar nicht zu schlagen und gewann den WM-Titel in 1:19:34 Stunden, dahinter dominierten jedoch die Schweizerinnen.
Sina Frei ist Weltmeisterin im Cross Country. Die 29-jährige Zürcherin dominierte das WM-Rennen im italienischen Val di Sole und gewann erstmals den Titel in der olympischen Mountainbike-Disziplin. Auch Nicole Koller sorgte mit Bronze für Schweizer Jubel. Zum ersten Mal überhaupt holten zwei Schweizerinnen im selben Frauen-Cross-Country-Rennen an einer WM eine Medaille.
Frei übernahm bereits auf der ersten von insgesamt sieben Runden die Führung. Nach rund sechs Rennminuten setzte sie sich an die Spitze und gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab.
Marc Márquez hat beim Grand Prix von Aragón ein perfektes Wochenende vollendet. Nach seinem Sieg im Sprint gewann der Ducati-Pilot am Sonntag auch das Hauptrennen im MotorLand. Der amtierende Weltmeister setzte sich vor Pedro Acosta und Marco Bezzecchi durch und verkürzte seinen Rückstand auf WM-Leader Jorge Martín auf nur noch 19 Punkte.
Aragón bleibt damit eine der absoluten Lieblingsstrecken von Márquez. Der Spanier feierte seinen bereits achten Sieg in der MotoGP-Klasse auf dem MotorLand und meldete sich nach einem schwierigen Wochenende in Silverstone eindrucksvoll im Titelkampf zurück.
Schock bei der Vuelta a España: Tadej Pogačar ist am Samstag auf der achten Etappe schwer gestürzt und musste die Spanien-Rundfahrt als Gesamtführender aufgeben. Die medizinischen Untersuchungen ergaben eine Gehirnerschütterung, einen verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins sowie einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels. Der 27-jährige Slowene muss operiert werden.
Pogačar stürzte rund 32 Kilometer vor dem Ziel der achten Etappe von Puçol nach Xeraco bei hohem Tempo. Der Weltmeister versuchte zunächst, wieder auf sein Rad zu steigen, musste dieses Vorhaben wegen seiner Schmerzen jedoch abbrechen und wurde mit einem Krankenwagen ins Spital gebracht.
Lionel Messi hat in der MLS einen aussergewöhnlichen Abend erlebt. Der 39-jährige Argentinier erzielte beim 7:1 von Inter Miami gegen CF Montréal gleich vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Auch Cristiano Ronaldo traf am Wochenende: Der Portugiese schoss Al-Nassr beim 2:1 gegen Al-Taawoun zum Sieg und stellte dabei einen weiteren Clubrekord auf.
Inter Miami hatte vor dem Heimspiel gegen Montréal fünf Pflichtspiele in Folge nicht gewonnen. Gegen die Kanadier beendete die Mannschaft diese Serie auf eindrucksvolle Weise – und einmal mehr stand Messi im Mittelpunkt.
Lisa Baumann hat bei der Mountainbike-WM im italienischen Val di Sole die Silbermedaille im Downhill gewonnen. Die 25-jährige Neuenburgerin fuhr auf der anspruchsvollen Strecke in 4:03,286 Minuten auf Rang zwei und holte damit ihre erste WM-Medaille. Einzig die überragende Österreicherin Valentina Höll war schneller und sicherte sich bereits ihren fünften WM-Titel in Folge.
Schon in der Qualifikation hatte Baumann ihre ausgezeichnete Form unter Beweis gestellt. Mit 4:02,591 Minuten fuhr die Schweizerin am Freitag die Bestzeit aller Teilnehmerinnen und meldete damit ihre Ambitionen auf eine Medaille deutlich an.
Die Schweizer Eishockeyclubs haben am Samstag zahlreiche Vorbereitungsspiele bestritten. In der National League überzeugten insbesondere der SC Bern, die ZSC Lions und der EV Zug mit klaren Siegen gegen deutsche Gegner. Der HC Davos setzte sich im Schweizer Duell in Lugano mit 4:1 durch. In der Sky Swiss League gewann Olten gegen Arosa, Visp bezwang die Concordia University nach Verlängerung, während Chur gegen Schwenningen deutlich verlor.
Knapp zweieinhalb Wochen vor dem Start der National-League-Saison nimmt die Vorbereitung zunehmend Fahrt auf. Mehrere Schweizer Teams trafen am Samstag auf Clubs aus der DEL oder auf direkte Konkurrenten aus dem eigenen Land.
Besonders erfolgreich verlief der Nachmittag für Bern und Zürich: Beide gewannen ihre Heimspiele mit 5:1.
Der Premier-League-Samstag hatte einige Überraschungen zu bieten. Liverpool kam an der Anfield Road gegen Nottingham Forest nicht über ein 2:2 hinaus und wartet damit nach zwei Spieltagen weiterhin auf den ersten Sieg. Newcastle United gewann bei Tottenham Hotspur mit 2:0, während Aufsteiger Hull City mit einem 1:0 bei Coventry den perfekten Saisonstart fortsetzte. Bournemouth und Everton trennten sich 1:1.
Besonders turbulent verlief die Partie zwischen Liverpool und Nottingham Forest. Die Gäste gingen durch Dan Ndoye in Führung, Liverpool antwortete durch Alexander Isak. Forest schlug jedoch erneut zu: Morgan Gibbs-White verwandelte einen Penalty und brachte seine Mannschaft zum zweiten Mal nach vorne.
Der Samstag in der spanischen Primera División brachte gleich drei Heimspektakel und insgesamt 14 Tore. Atlético Madrid gewann beim FC Sevilla mit 3:1 und überzeugte besonders vor der Pause. Levante feierte beim 5:2 gegen Real Betis den ersten Saisonsieg, während Real Sociedad Espanyol Barcelona mit 2:1 bezwang und damit ebenfalls erstmals drei Punkte holte.
Das deutlichste Resultat des Tages gelang Levante. Die Mannschaft aus Valencia setzte sich zuhause mit 5:2 gegen Real Betis durch und beendete damit ihren Fehlstart eindrucksvoll.
Juventus Turin hat auch das zweite Saisonspiel der Serie A gewonnen und bleibt ohne Gegentor. Die Bianconeri besiegten Parma am Samstagabend mit 2:0. Für die grosse Überraschung des Tages sorgte jedoch Frosinone: Der Aufsteiger gewann auswärts bei Fiorentina gleich mit 3:0. Udinese setzte sich in Monza mit 3:2 durch, Sassuolo bezwang Torino mit 2:1.
Juventus musste sich gegen Parma zunächst gedulden. Die Gäste verteidigten kompakt, während Francisco Conceição in der ersten Halbzeit mit einem Schuss nur den Pfosten traf.
Der Schweizer Fussball bot am Wochenende reichlich Gesprächsstoff. In der Super League trennten sich die Young Boys und der FC Basel nach einem spektakulären Schlagabtausch 3:3. Der FC Zürich gewann auswärts bei Lausanne-Sport mit 3:2, während Luzern trotz langer Unterzahl ein 1:1 bei Servette rettete. In der Challenge League wurde die komplette fünfte Runde bereits am Freitag ausgetragen – mit Siegen für Kriens, Aarau und Étoile Carouge.
Das grosse Spiel des Samstags fand im Wankdorf statt. YB erwischte gegen Basel einen Traumstart und führte nach Treffern von Joël Monteiro und Samuel Essende bereits nach 14 Minuten mit 2:0.
Der Samstagabend in der Super League hat bereits vor dem Spitzenspiel zwischen YB und Basel einiges geboten. Der FC Zürich setzte sich auswärts bei Lausanne-Sport in einem turbulenten Spiel mit 3:2 durch. Servette und der FC Luzern trennten sich derweil 1:1. Um 20.30 Uhr folgt im Wankdorf mit Young Boys gegen den FC Basel das dritte und letzte Samstagsspiel.
Besonders spektakulär verlief die Partie in Lausanne. Die Waadtländer gingen in der 31. Minute durch Enzo Molebe mit 1:0 in Führung und nahmen diesen Vorsprung mit in die Pause.
Max Studer hat bei der World Triathlon Championship Series in Weihai erneut zugeschlagen. Der 30-jährige Solothurner gewann das Rennen an der chinesischen Küste wie bereits im Vorjahr und feierte damit einen eindrucksvollen Sieg bei seinem ersten Start in der WM-Serie in dieser Saison. Auf der regennassen Strecke setzte sich Studer nach 1:41:08 Stunden vor dem Spanier David Cantero und dem Kanadier Tyler Mislawchuk durch.
Das Rennen in Weihai wurde von schwierigen Bedingungen geprägt. Regen sorgte vor allem auf der Radstrecke für heikle Verhältnisse und mehrere Zwischenfälle. Studer liess sich davon nicht aus dem Konzept bringen und blieb während des gesamten Wettkampfs in der Spitzengruppe.
Der FC Bayern München hat zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2026/27 sofort ein deutliches Zeichen gesetzt. Der deutsche Meister bezwang den VfB Stuttgart in der Allianz Arena mit 5:1. Nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich der Schwaben antworteten die Münchner innerhalb weniger Minuten und entschieden die Partie noch deutlich. Am Samstag greifen unter anderem Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig ins Geschehen ein.
Die 64. Bundesliga-Saison begann am Freitagabend mit dem Duell zwischen Bayern München und Stuttgart. Die Gastgeber bestimmten über weite Strecken die Partie, mussten sich ihren klaren Erfolg allerdings zunächst erarbeiten.
Die Vorbereitung auf die neue National-League-Saison nimmt Fahrt auf. Am Freitag standen mehrere Schweizer Clubs im Einsatz – mit teils deutlichen Ergebnissen. Die SCL Tigers setzten ihren starken Lauf mit einem 5:4 gegen Lugano fort, Rapperswil-Jona fertigte Motor České Budějovice gleich mit 7:2 ab. Auch Ambrì-Piotta und Kloten feierten Siege.
Knapp zweieinhalb Wochen vor dem Start der National League am 15. September nutzen die Clubs ihre Testspiele zunehmend für den Feinschliff. Dabei stehen Resultate zwar nicht allein im Vordergrund, die jüngsten Auftritte liefern aber erste Hinweise auf Form und Entwicklung der Mannschaften.
Heftige Gewitter haben den Flugbetrieb am Flughafen Zürich am Freitag massiv beeinträchtigt. SWISS musste bis am frühen Nachmittag 27 Flüge von und nach Zürich streichen. Rund 3'100 Passagiere sind davon betroffen. Auch zahlreiche weitere Verbindungen starteten oder landeten mit erheblichen Verspätungen von teilweise bis zu drei Stunden.
Grund für die Probleme sind kräftige Gewitterzellen, die am 28. August wiederholt über die Schweiz und insbesondere die Region Zürich gezogen sind. In der Nähe des Flughafens wurden mehrfach Blitzeinschläge registriert.
Ein schweres Unwetter zieht auf, ein Chemieunfall gefährdet ein Quartier oder ein Hochwasser bedroht mehrere Gemeinden: Künftig soll in der Schweiz nicht mehr nur die Sirene heulen. Menschen im betroffenen Gebiet sollen Warnungen unmittelbar auf ihr Mobiltelefon erhalten – auch ohne installierte Warn-App. Der Bundesrat hat die Einführung von Cell Broadcast am 26. August 2026 beschleunigt und beantragt dafür einen Verpflichtungskredit von 15,8 Millionen Franken. Hinter dem Projekt steckt weit mehr als eine neue Handyfunktion: Die Schweiz baut ihr gesamtes System zur Warnung und Alarmierung der Bevölkerung um.
Die Idee klingt einfach. Befindet sich ein Mobiltelefon in einem von einer Gefahr betroffenen Gebiet, erscheint darauf eine kurze Warnmeldung. Niemand muss zuvor eine Telefonnummer registrieren oder bewusst eine bestimmte Warn-App installiert haben. Die Nachricht wird über die Mobilfunkinfrastruktur in einem definierten Gebiet verbreitet.
Wohnraum ist in vielen Schweizer Städten und Tourismusorten knapp – gleichzeitig werden Wohnungen tage- oder wochenweise an Feriengäste und Geschäftsreisende vermietet. Plattformen wie Airbnb und Booking.com haben daraus einen eigenen Markt geschaffen. Für Eigentümer kann das attraktiv sein, für Reisende praktisch und für Tourismusregionen wirtschaftlich interessant.
Doch wo ganze Wohnungen dauerhaft dem normalen Mietmarkt entzogen werden, wächst der politische Widerstand. Immer mehr Kantone und Städte suchen deshalb nach Regeln, die zwischen gelegentlichem Home-Sharing und kommerzieller Kurzzeitvermietung unterscheiden.
Wie aktuell das Thema ist, zeigt ein Schritt des Bundes: Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat am 28. August 2026 sein Informationsportal zur Kurzzeitvermietung vollständig überarbeitet. Es richtet sich ausdrücklich an Kantone, Städte und Gemeinden, die mit den Folgen von Buchungsplattformen umgehen müssen. Neue Praxisbeispiele aus Bern, Luzern und dem Tessin ergänzen Erfahrungen aus Interlaken, Genf und der Waadt.
Dass sich inzwischen der Bund intensiv mit dem Thema beschäftigt, bedeutet allerdings nicht, dass Airbnb und andere Plattformen für die gesamte Schweizer Wohnungsknappheit verantwortlich wären. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Wann ist eine Ferienwohnung tatsächlich zusätzliche touristische Infrastruktur – und wann verschwindet dafür eine Wohnung vom regulären Markt?