Ambri verblüfft die Liga – das Erfolgsgeheimnis von Jussi Tapola
Antonio Spitaleri Allgemein Eishockey Magazine National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Tessin Themen Verbreitung Vereine
Der HC Ambri-Piotta ist die grosse Überraschung der bisherigen National-League-Saison. Nach zwölf Meisterschaftsspielen stehen die Leventiner mit 21 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz – ein Jahr zuvor waren es zum gleichen Zeitpunkt lediglich sieben Zähler. Bemerkenswert ist dieser Aufschwung vor allem deshalb, weil Jesse Virtanen, einer der wichtigsten Verteidiger der vergangenen Jahre, verletzungsbedingt noch keine Partie bestreiten konnte. Im Zentrum des Erfolgs steht Trainer Jussi Tapola, dessen Spielphilosophie weit über das reine Verteidigen hinausgeht. Sieben Siege aus zwölf Spielen, 37 erzielte Tore und eine durchschnittliche Ausbeute von 1,75 Punkten pro Begegnung: Ambri hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. Besonders eindrücklich waren zuletzt der 5:0-Auswärtssieg in Kloten und das 6:3 gegen Genève-Servette. Doch die Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Entscheidender ist, wie die Mannschaft ihre Spiele inzwischen gestaltet und wie verschiedene Spieler Verantwortung übernehmen. Die Entwicklung ist für das Schweizer Eishockey besonders interessant. Ambri verfügt nicht über die finanziellen Möglichkeiten der grössten National-League-Klubs, kann aber durch Organisation, Rollenverteilung und eine klare taktische Identität konkurrenzfähig sein. Tapola hat bereits vier finnische Meistertitel gewonnen. Nun deutet sich in der Leventina an, weshalb sein Ansatz auch mit einem weniger prominent besetzten Kader funktionieren kann.
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