Diensthunde

„Ich sehe die Welt durch seine Augen“: Molly Burke erlebt die Niederlande auf zwei Rädern

Die kanadische Content Creatorin Molly Burke ist blind. Trotzdem oder gerade deshalb erlebt sie Reisen mit einer Intensität, die Sehenden oft entgeht. Gerade ist sie rund 700 Kilometer auf einem Spezial-Tandem von Deutschland quer durch die Niederlande gefahren. Es ist eine Reise über Freiheit, Vertrauen und die Frage, wie eine Welt aussehen könnte, die wirklich für alle gemacht ist. Plötzlich wird es ganz still. Brendan Grant nimmt Tempo heraus, Molly Burke hört auf zu treten. Das Tandem rollt nur noch im Schritttempo weiter. Drei Kilometer pro Stunde vielleicht. Langsam genug, dass das Surren der Pedale verstummt und andere Geräusche hervortreten. „Ich konnte die Bewegungen von Schafen hören. Ich hörte ihre Füsse. Ich konnte sogar hören, wie sie frassen“, erzählt Molly später. Für einen Moment gibt es nur sie, die Geräusche und Gerüche der Landschaft. Und das Fahrrad, das beinahe lautlos an ihnen hindurchgleitet. Dann lacht Molly. „Ich konnte definitiv auch riechen, wenn sie gekackt hatten.“ So klingt eine Reise durch die Niederlande, wenn man sie nicht mit den Augen erlebt.

Weiterlesen

Ein Festtag für treue Begleiter: Was Hunde für Menschen und Gesellschaft leisten

Hunde begleiten Menschen durch den Alltag, fördern Bewegung und soziale Kontakte, geben Orientierung und übernehmen anspruchsvolle Aufgaben. Als Familienhunde, Assistenzhunde, Therapiehunde, Rettungshunde oder Diensthunde zeigen sie, wie vielseitig die Verbindung zwischen Mensch und Tier sein kann. Ein Festtag zu ihren Ehren würdigt diese Leistungen, erinnert zugleich aber an die Verantwortung, die jede Zusammenarbeit mit einem Hund voraussetzt. Ihre Bedeutung lässt sich weder auf Treue noch auf einzelne spektakuläre Einsätze reduzieren. Hunde beobachten fein, reagieren auf menschliche Signale und können durch sorgfältiges Training erstaunliche Fähigkeiten entwickeln. Damit sie ihre Aufgaben sicher und ohne Überforderung erfüllen können, benötigen sie verlässliche Beziehungen, fachkundige Ausbildung, Erholung und eine Haltung, die ihre eigenen Bedürfnisse ernst nimmt.

Weiterlesen

Malinois: Charakter, Haltung und Erziehung des Belgischen Schäferhundes

Der Malinois ist die kurzhaarige Varietät des Belgischen Schäferhundes. Sein athletischer Körper, seine schnelle Auffassungsgabe und seine ausgeprägte Arbeitsbereitschaft machen ihn zu einem geschätzten Dienst-, Rettungs- und Sporthund. Dieselben Eigenschaften stellen im privaten Alltag hohe Anforderungen: Ein Malinois benötigt verlässliche Führung, sinnvolle Aufgaben, kontrollierte Bewegung und ausreichend Ruhe. Als Familienhund eignet sich der Malinois nur unter passenden Voraussetzungen. Entscheidend sind Erfahrung, Zeit und die Bereitschaft, Erziehung und Beschäftigung über viele Jahre konsequent zu gestalten. Ein grosser Garten oder lange Spaziergänge reichen dafür allein nicht aus. Der sensible Gebrauchshund braucht eine tragfähige Bindung, klare Regeln und Beschäftigungsformen, die Körper und Kopf fordern, ohne ihn ständig hochzufahren.

Weiterlesen

Spürnasen im Dienst: So werden Zollhunde beim BAZG ausgebildet

Er schnüffelt sich konzentriert an einer Reihe von Koffern entlang, bleibt bei einem stehen, sitzt ab – und blickt unverwandt auf das Gepäcksstück. Ein Klick ertönt, ein Spielzeug fliegt durch die Luft, sein Hundeführer jubelt mit ihm. Was wie ein Spiel aussieht, ist hochpräzise Arbeit: Der Diensthund hat soeben eine Kleinstmenge Kokain aufgespürt. Zollhunde sind ein unverzichtbarer Teil der Grenzsicherheit der Schweiz – und ihre Ausbildung ist weit komplexer, als die meisten ahnen. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) setzt laut eigenen Angaben rund 80 Diensthunde ein. Sie arbeiten an Grenzübergängen, auf Flughäfen, in Zügen, auf Schiffen und bei Schwerpunktkontrollen im Inland. Ihre Aufgaben reichen von der Suche nach Betäubungsmitteln, Tabakwaren, Bargeld und Sprengstoff bis hin zum Artenschutz – und, bei Kombihunden, auch zum Personen- und Objektschutz. Was diese Tiere leisten, verdanken sie einer Ausbildung, die laut BAZG bis zu dreieinhalb Jahre dauert und Hundeführerin oder Hundeführer genauso fordert wie den Vierbeiner selbst.

Weiterlesen

Sommergefahren für Tiere: Schon wenige Minuten Wärme können lebensgefährlich sein

Wenn die Temperaturen steigen, geraten Haus- und Wildtiere rasch an ihre Belastungsgrenze. Anders als Menschen können viele Tiere ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren und sind deshalb besonders gefährdet. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) macht auf die grössten Sommergefahren aufmerksam und zeigt auf, wie man mit einfachen Massnahmen Leben retten kann.

Weiterlesen

Wenn Hunde und Katzen Haare verlieren: Tipps für Pflege und Ernährung beim Fellwechsel

Der Zeitpunkt des Haarwechsels wird hauptsächlich durch die Dauer des Tageslichts und die Umgebungstemperatur beeinflusst und kann sechs bis sieben Wochen andauern. Bei älteren Hunden dauert die Phase in der Regel etwas länger als bei jüngeren Artgenossen. Je nach Felllänge sollte man seinen Hund in der Zeit des Fellwechsels mindestens zwei- bis viermal die Woche bürsten. Dasselbe gilt für Katzen, um die Anzahl der losen Haare und somit die Haarballenbildung und das Verstopfungsrisiko beim Putzen für die Katze zu reduzieren. Eine regelmässige und angepasste Fellpflege ist in dieser Zeit besonders wichtig. Janine Cirini, Campaignerin Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz erklärt: „Nicht jede Bürste passt zu jedem Tier. Je nach Fellstruktur braucht es unterschiedliche Pflegeutensilien. Wer unsicher ist, sollte sich im Fachhandel beraten lassen. Beim Bürsten selbst empfiehlt es sich, stets in Wuchsrichtung vorzugehen. Vom Kopf über den Körper bis zu den Beinen. Für empfindliche Vierbeiner können sanfte Bürstenhandschuhe eine gute Alternative sein.“

Weiterlesen

Frühjahrsallergien bei Hunden und Katzen werden oft unterschätzt

Während Menschen den Frühling geniessen, beginnt für viele Hunde und Katzen eine stille Leidenszeit. Pollen, Gräser, Hausstaub: Umweltallergien treffen längst nicht mehr nur Menschen – sondern auch unsere Haustiere. Und sie werden dramatisch unterschätzt. Die Folge: chronischer Juckreiz, Hautentzündungen, Ohrenprobleme und ein dauerhaft gereiztes Immunsystem. „Viele Halter denken bei Kratzen oder Lecken zuerst an Flöhe oder falsches Verhalten“, erklärt Dario Vettese, Gründer und CEO von PetYu®. „Dabei steckt oft eine allergische Reaktion dahinter, die unbehandelt zu einem echten Dauerproblem wird.“

Weiterlesen

Empfehlungen