Marco Maurer kehrt für zwei Spiele zum HC Lugano zurück
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Der HC Lugano reagiert auf seine erheblichen Verletzungssorgen und verpflichtet kurzfristig einen alten Bekannten. Der 38-jährige Verteidiger Marco Maurer wechselt leihweise vom Swiss-League-Club HC Sierre zu den Bianconeri. Er soll die Tessiner in den beiden National-League-Partien gegen Lausanne und Ambrì-Piotta verstärken. Anschliessend beginnt die Nationalmannschaftspause.
Der Verein gab die Verpflichtung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, bekannt. Maurer wird Trainer Tomas Mitell bereits für das Heimspiel gegen Lausanne am Donnerstag zur Verfügung stehen. Am Samstag folgt das Tessiner Derby in der Gottardo Arena. Die Verpflichtung ist ausdrücklich auf diese beiden Begegnungen ausgerichtet.
Für den erfahrenen Schweizer Verteidiger bedeutet der Wechsel eine Rückkehr an einen früheren Wirkungsort. Zwischen 2013 und 2015 trug Maurer bereits das Trikot des HC Lugano. Mit 923 National-League-Spielen, einem Schweizer Meistertitel und einem Triumph in der Champions Hockey League bringt er viel Erfahrung in eine Mannschaft, deren Defensive derzeit stark dezimiert ist.
Lugano reagiert auf die Verletzungsmisere
Die personelle Situation beim HC Lugano bleibt angespannt.
Mit Enzo Guebey, Jesper Peltonen und Calle Dahlström stehen mehrere Verteidiger nicht zur Verfügung oder sind angeschlagen.
Besonders schwer wiegt der längerfristige Ausfall von Peltonen. Der Schweizer Verteidiger erlitt eine Armverletzung und wird wie Captain Calvin Thürkauf und Alessio Bertaggia frühestens Anfang 2027 erneut medizinisch beurteilt.
Die Verletzungsserie beim HC Lugano schränkt die Möglichkeiten von Mitell erheblich ein.
Mit Maurer erhält der Trainer einen zusätzlichen erfahrenen Verteidiger, der die Anforderungen der National League bestens kennt.
923 National-League-Spiele als Empfehlung
Maurer zählt zu den erfahrensten Verteidigern des Schweizer Eishockeys.
Der 38-Jährige misst 189 Zentimeter und wiegt 97 Kilogramm. Er bringt damit auch körperliche Präsenz in die Defensive.
Seine bisherige Laufbahn umfasst Stationen bei mehreren National-League-Vereinen.
Besonders erfolgreich verlief seine Zeit bei Genève-Servette.
Mit den Genfern gewann Maurer 2023 die Schweizer Meisterschaft. Ein Jahr später folgte der Triumph in der Champions Hockey League.
Beide Titel unterstreichen, dass der Verteidiger auch in Mannschaften mit hohen sportlichen Ansprüchen wichtige Aufgaben übernehmen konnte.
Rückkehr nach mehr als zehn Jahren
Die Cornèr Arena ist für Maurer kein unbekanntes Umfeld.
Bereits von 2013 bis 2015 stand er bei Lugano unter Vertrag.
Nach mehr als zehn Jahren kehrt er nun für eine kurze Phase ins Tessin zurück.
Der Transfer ist auch deshalb bemerkenswert, weil Lugano nicht auf eine längerfristige Neuverpflichtung setzt, sondern auf eine zeitlich begrenzte Verstärkung aus der Swiss League.
Maurer kann dadurch unmittelbar helfen, ohne dass die Clubführung ihre weitere Kaderplanung grundsätzlich verändern muss.
Bei Sierre zuletzt regelmässig im Einsatz
Maurer bestreitet aktuell seine zweite Saison beim HC Sierre.
In neun Meisterschaftsspielen 2026/27 verbuchte er bislang einen Assist.
In der vergangenen Saison erzielte er für die Walliser 25 Skorerpunkte in 65 Einsätzen.
Diese Zahlen zeigen, dass der Verteidiger auch nach seinem Abschied aus der National League regelmässig Spielpraxis gesammelt hat.
Bei Lugano dürfte seine wichtigste Aufgabe allerdings nicht in der offensiven Produktion liegen.
Gefragt sind vielmehr Erfahrung, Zweikampfstärke und ein zuverlässiges Stellungsspiel.
Zwei anspruchsvolle Begegnungen
Für Lugano stehen vor der Nationalmannschaftspause zwei wichtige Spiele auf dem Programm.
Am Donnerstag, 29. Oktober, gastiert Lausanne in der Cornèr Arena.
Nur zwei Tage später folgt das Tessiner Derby gegen den HC Ambrì-Piotta.
Die Partie am Samstag in der Gottardo Arena ist bereits ausverkauft. Alle 6775 Plätze sind vergeben.
Das erste Derby der laufenden Saison gewann Ambrì am 26. September auswärts mit 5:3.
Für Lugano bietet sich damit die Gelegenheit zur Revanche.
Gerade in einem emotionalen Derby können Routine, körperliche Präsenz und eine stabile Defensive entscheidend sein.
Eine pragmatische Lösung für Tomas Mitell
Die Verpflichtung von Maurer zeigt, wie Lugano auf die angespannte Personalsituation reagiert.
Statt die verbliebenen Verteidiger zusätzlich zu belasten, holt der Verein einen Spieler mit umfangreicher Erfahrung.
Nach den beiden Begegnungen endet die vereinbarte kurzfristige Unterstützung.
Die Nationalmannschaftspause bietet anschliessend Gelegenheit, die Situation der angeschlagenen Spieler neu zu beurteilen und die weitere Kaderplanung vorzubereiten.
Für Maurer stehen zunächst zwei Einsätze in der National League im Mittelpunkt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert