Bayern überrollt Magdeburg mit 6:1 – Olise trifft doppelt
Antonio Spitaleri Allgemein Europa Fussball International Magazine News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Verbreitung
Der FC Bayern München hat im DFB-Pokal den nächsten souveränen Sieg gefeiert. Der Titelverteidiger bezwang den Zweitligisten 1. FC Magdeburg am Mittwochabend, 28. Oktober 2026, mit 6:1 (2:1) und steht im Achtelfinale. Michael Olise erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Auch ohne Harry Kane und den erkrankten Trainer Vincent Kompany waren die Münchner nach der Pause nicht mehr aufzuhalten.
Vor 75’000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena brachte Olise die Bayern in der zehnten Minute in Führung. Mateusz Żukowski glich für Magdeburg überraschend aus (15.), doch Ismael Saibari stellte sechs Minuten später den Vorsprung wieder her. Nach der Pause erhöhte Olise per Penalty, ehe Alphonso Davies, Nathaniel Brown und David Santos Daiber den deutlichen Endstand herstellten.
Für Bayern folgt am Samstag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund mit dem Schweizer Nationaltorhüter Gregor Kobel. Die Münchner nehmen den nächsten Erfolg unter Interimstrainer Aaron Danks mit. Kompany konnte nach seiner Erkrankung inzwischen das Spital verlassen.
Magdeburg gleicht überraschend aus
Bayern begann die Partie druckvoll. Schon in der zehnten Minute kombinierte sich der Rekordmeister durch die gegnerische Defensive. Lennart Karl spielte Ismael Saibari frei, der uneigennützig für Michael Olise auflegte. Der Franzose musste den Ball nur noch einschieben.
Magdeburg zeigte sich davon unbeeindruckt. Nach einem Ballgewinn schalteten die Gäste schnell um. Bayern-Leihspieler Felipe Chávez bediente Mateusz Żukowski, der aus der Distanz zum 1:1 traf.
Der Ausgleich hielt allerdings nur sechs Minuten. Diesmal übernahm Olise die Rolle des Vorbereiters. Sein Zuspiel erreichte Saibari, der den Ball über Torhüter Dominik Reimann zum 2:1 ins Netz hob.
Magdeburg bleibt bis zur Pause gefährlich
Trotz der erneuten Führung konnte Bayern die Partie zunächst nicht vollständig kontrollieren.
Der Zweitligist verteidigte engagiert und suchte nach Ballgewinnen konsequent den Weg nach vorne. Besonders Barış Atik sorgte für Gefahr.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf der Magdeburger den Pfosten. Bayern ging deshalb mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.
Die erste Hälfte zeigte, dass der spätere deutliche Erfolg keineswegs von Beginn an feststand.
Olise entscheidet das Spiel vom Punkt
Zur zweiten Halbzeit brachte Aaron Danks Alphonso Davies für Serge Gnabry.
Der Kanadier machte sofort auf sich aufmerksam. Im Strafraum wurde er von Pierre Nadjombe regelwidrig gestoppt.
Schiedsrichter Harm Osmers entschied auf Penalty.
Olise übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 50. Minute mit einem Lupfer in die Tormitte zum 3:1.
Der zweite Treffer des Franzosen war die Vorentscheidung. Magdeburg versuchte zwar weiterhin, eigene Angriffe aufzubauen, konnte dem zunehmenden Druck aber immer weniger entgegensetzen.
Davies leitet die Schlussoffensive ein
In der 70. Minute erhöhte Alphonso Davies nach einer Vorlage von Lennart Karl auf 4:1.
Nur drei Minuten später war Davies erneut beteiligt. Diesmal bereitete er den Treffer von Nathaniel Brown vor.
Der Verteidiger verwertete aus kurzer Distanz zum 5:1.
Bayern nutzte nun die Räume konsequent und liess den Gästen kaum noch Gelegenheit, sich zu befreien.
Den Schlusspunkt setzte David Santos Daiber. Der eingewechselte Nachwuchsspieler traf in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einer Vorlage von Josip Stanišić aus rund 20 Metern.
Für Daiber war es der erste Treffer für die Münchner Profimannschaft.
Kane bleibt auf der Ersatzbank
Bemerkenswert war die Aufstellung der Bayern. Harry Kane kam während der gesamten Begegnung nicht zum Einsatz.
Der englische Stürmer hatte erst am Montag den Ballon d’Or gewonnen und wurde im Pokal geschont.
Saibari übernahm seine Position im Angriffszentrum und rechtfertigte das Vertrauen mit einem Tor und einer Vorlage.
Auch Luis Díaz fehlte verletzungsbedingt. Bayern konnte seine offensive Qualität dennoch über die gesamte Begegnung hinweg ausspielen.
Die sechs Treffer verteilten sich auf fünf verschiedene Spieler.
Positive Nachrichten zu Vincent Kompany
Bereits vor dem Anpfiff hatte Sportvorstand Max Eberl eine erfreuliche Nachricht über den erkrankten Cheftrainer bekannt gegeben.
Vincent Kompany konnte das Spital nach seiner Behandlung verlassen.
Der Belgier war zuvor wegen gesundheitlicher Probleme ausgefallen. Die Mannschaft wurde deshalb erneut von Assistenztrainer Aaron Danks betreut.
Der Engländer hatte Bayern bereits beim 3:1-Auswärtserfolg beim SC Freiburg erfolgreich geführt.
Auch gegen Magdeburg funktionierte die Zusammenarbeit innerhalb des Trainerteams. Vor allem die Einwechslung von Davies zur Halbzeit erwies sich als wirkungsvoll.
Jetzt wartet Gregor Kobel mit Dortmund
Nach dem Einzug ins Pokal-Achtelfinale richtet Bayern den Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel vom Samstag, 31. Oktober.
Um 18.30 Uhr empfangen die Münchner Borussia Dortmund in der Allianz Arena.
Für Schweizer Fussballfans steht dabei besonders Gregor Kobel im Mittelpunkt. Der Nationaltorhüter muss sich auf eine Bayern-Offensive vorbereiten, die auch ohne Kane sechs Treffer erzielen konnte.
Magdeburg wiederum kehrt in den Zweitliga-Alltag zurück. Am Samstag steht für die Mannschaft ein Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 auf dem Programm.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert