Djokovic kämpft sich in Basel zum Auftaktsieg
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Novak Djokovic hat bei seiner Rückkehr an die Swiss Indoors Basel einen Fehlstart verhindert. Der 39-jährige Serbe besiegte den Franzosen Ugo Humbert am Mittwoch, 28. Oktober 2026, nach Satzrückstand mit 4:6, 6:3, 6:4. Nach 2 Stunden und 29 Minuten stand der Einzug ins Achtelfinale fest. Für Djokovic war es der erste Sieg in Basel seit 15 Jahren.
Die als Nummer vier gesetzte Tennislegende musste gegen den französischen Linkshänder zunächst einem frühen Break hinterherlaufen. Humbert gewann den ersten Satz mit 6:4, ehe Djokovic die Kontrolle übernahm. Im Entscheidungssatz gelang dem 24-fachen Grand-Slam-Sieger das entscheidende Break zum 3:2.
In der St. Jakobshalle wurde Djokovic von den Zuschauern mit lautstarken Nole-Rufen empfangen. Sein Comeback gehört zu den Höhepunkten der diesjährigen Swiss Indoors. Am Donnerstag trifft er im Achtelfinale auf den Deutschen Jan-Lennard Struff. Aus Schweizer Sicht steht zudem Jérôme Kym im Mittelpunkt, der gegen den topgesetzten Ben Shelton spielt.
Humbert überrascht Djokovic im ersten Satz
Die Rückkehr nach Basel begann für Novak Djokovic mit einer schwierigen Aufgabe. Ugo Humbert, der sich auf schnellen Hallenbelägen besonders wohlfühlt, setzte den ehemaligen Weltranglistenersten früh unter Druck.
Bereits im dritten Game gelang dem Franzosen das erste Break. Djokovic erspielte sich unmittelbar danach eine Gelegenheit zum Ausgleich, konnte diese jedoch nicht nutzen.
Humbert verteidigte seinen Vorsprung konsequent und entschied den ersten Durchgang mit 6:4 für sich.
Der 28-Jährige schlug druckvoll auf und verhinderte, dass Djokovic die Ballwechsel nach seinen Vorstellungen gestalten konnte.
Djokovic reagiert mit mehr Präzision
Im zweiten Satz veränderte sich das Spiel deutlich.
Djokovic agierte konzentrierter, brachte mehr erste Aufschläge ins Feld und gewann zunehmend die längeren Ballwechsel.
Bereits im zweiten Game durchbrach er den Aufschlag seines Gegners. Anschliessend bestätigte er das Break zum 3:0.
Humbert versuchte, mit aggressiven Schlägen dagegenzuhalten, konnte den Rückstand aber nicht mehr aufholen.
Mit 6:3 sicherte sich Djokovic den Satzausgleich.
Im dritten Durchgang blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen. Beide Spieler hielten ihre ersten Aufschlagspiele.
Beim Stand von 2:2 nutzte Djokovic seine Chance und ging mit einem Break in Führung.
Diesen Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand. Mit 6:4 beendete er die Partie nach knapp zweieinhalb Stunden.
Der Aufschlag macht den Unterschied
Die Matchstatistik zeigt, weshalb Djokovic die Partie nach dem verlorenen Startsatz noch drehen konnte.
Der Serbe servierte neun Asse und brachte 73 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld.
Humbert gelangen zwar zwölf Asse, seine Quote beim ersten Service lag allerdings nur bei 52 Prozent.
Besonders entscheidend war Djokovics Widerstandsfähigkeit bei gegnerischen Breakmöglichkeiten.
Von sechs Breakbällen gegen seinen Aufschlag wehrte er fünf ab. Selbst verwertete er zwei seiner acht Möglichkeiten.
Damit machte er die frühe Schwächephase wett und erarbeitete sich den entscheidenden Vorteil.
Emotionale Rückkehr in Federers Heimatstadt
Djokovic war zuletzt 2011 bei den Swiss Indoors angetreten. Seine Rückkehr nach Basel sorgte deshalb für besondere Aufmerksamkeit.
Bereits beim Einmarsch auf den Center Court wurde der Serbe von den Zuschauern lautstark begrüsst.
Die Verbindung zwischen Djokovic und Basel reicht weit zurück. 2009 gewann er hier den Final gegen Roger Federer, ein Jahr später unterlag er dem Schweizer im Endspiel.
Auch abseits des Platzes sorgte Djokovic während der Turnierwoche für Gesprächsstoff. In einem Gespräch über seine Rivalität mit Roger Federer erklärte er, weshalb zwischen beiden trotz gegenseitigen Respekts keine persönliche Freundschaft entstanden sei.
Mit dem aktuellen Erfolg bleibt für Djokovic auch die Möglichkeit bestehen, seinen 103. ATP-Einzeltitel zu gewinnen und damit Federers Marke zu erreichen.
Wichtige Punkte im Rennen um Turin
Für den 39-Jährigen besitzt das Basler Turnier neben der historischen Bedeutung auch sportliche Brisanz.
Djokovic kämpft weiterhin um die Qualifikation für die ATP Finals in Turin.
Vor seinem Auftakt lag er im ATP-Jahresrennen auf Rang elf. Der Basler Sieg verbessert seine Ausgangslage, auch wenn weitere Erfolge erforderlich bleiben.
Im regulären ATP-Live-Ranking bringt ihn der Erfolg zurück unter die zehn besten Spieler der Welt.
Nach seinem Ausscheiden in Shanghai ist der gelungene Auftakt zugleich ein wichtiger Schritt zurück zu mehr Konstanz.
Struff wartet im Achtelfinale
Am Donnerstag, 29. Oktober, trifft Djokovic auf Jan-Lennard Struff.
Der Deutsche setzte sich in seiner ersten Partie gegen Yannick Hanfmann mit 6:4, 6:3 durch.
Die direkte Bilanz spricht klar für Djokovic. Alle bisherigen acht Begegnungen mit Struff konnte der Serbe gewinnen.
Das neunte Duell ist auf 18.00 Uhr angesetzt.
Aus Schweizer Sicht folgt am Abend eine weitere interessante Begegnung. Jérôme Kym fordert den topgesetzten Amerikaner Ben Shelton heraus.
Kym hatte sich zum Auftakt gegen Arthur Rinderknech mit 7:6, 6:4 durchgesetzt und steht damit ebenfalls im Achtelfinale.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert