Nur eine Minute: Garcia hofft bei Marseille auf die Wende

Fussballspieler im weissen Trikot von Olympique Marseille mit Ball während einer Spielsituation

Für Ulisses Garcia hat die neue Saison bei Olympique Marseille denkbar schwierig begonnen. Der 30-jährige Schweizer Verteidiger kam in den ersten vier Pflichtspielen zusammen auf lediglich eine Einsatzminute. Der heutige Europa-League-Auftakt bei Beşiktaş Istanbul könnte für Garcia deshalb zur wichtigen Gelegenheit werden.

Nicht nur persönlich läuft es für den früheren YB-Spieler bislang schlecht. Marseille verlor seine letzten drei Partien in der Ligue 1 und steht nach vier Spieltagen lediglich auf Rang 13. Garcia hofft nun darauf, dass der Start der Europa League und die zunehmende Mehrfachbelastung Trainer Bruno Génésio zu mehr Rotation bewegen.

Für den Schweizer geht es dabei auch um seine Perspektive in der Nationalmannschaft. Bei der WM gehörte Garcia lediglich zum Abrufkader, regelmässige Spielpraxis in Marseille würde seine Chancen auf eine Rückkehr erhöhen. Einfacher wird das Programm allerdings nicht: Nach Beşiktaş wartet bereits am Sonntag Paris Saint-Germain, das zuletzt seinen ersten Ligue-1-Sieg der Saison feierte.

Garcia wartet auf seine Chance

Eine Einsatzminute aus vier Pflichtspielen ist für Garcia eine ungewohnte Situation. Der Linksverteidiger gehört weiterhin zum Kader von Olympique Marseille und wurde von der UEFA auch für die Europa League gemeldet, sportlich spielte er in den ersten Wochen der Saison jedoch praktisch keine Rolle.

Garcia selbst bleibt trotz der schwierigen Ausgangslage zuversichtlich. Durch Meisterschaft, Europa League und später den nationalen Cup werde sich die Belastung erhöhen. Dadurch erwartet der Schweizer, dass auch Spieler zum Zug kommen, die bislang kaum eingesetzt wurden.

Das Auswärtsspiel in Istanbul könnte dafür einen ersten Ansatzpunkt bieten. Beşiktaş empfängt Marseille am Donnerstagabend um 21.00 Uhr zum ersten Spieltag der Ligaphase. Ob Garcia von Beginn weg spielt oder überhaupt eingesetzt wird, ist vor der Partie offen.

Auch Marseille steht bereits unter Druck

Die sportliche Situation des Klubs erhöht gleichzeitig den Druck auf Trainer und Mannschaft. Nach einem schwierigen Start hat Marseille drei Ligue-1-Partien hintereinander verloren. Rang 13 entspricht nicht den Ansprüchen des französischen Traditionsklubs.

Garcia kennt die besondere Atmosphäre in Marseille inzwischen genau. Niederlagen sorgen rund um den Klub schnell für Unruhe, die Erwartungen im Umfeld sind enorm. Der Schweizer brachte die Stimmung gegenüber SRF entsprechend deutlich auf den Punkt: Nach Niederlagen sei es nicht unbedingt empfehlenswert, sich in der Stadt zu zeigen.

Ein Erfolg in Istanbul wäre deshalb für die gesamte Mannschaft wichtig. Für Garcia hätte ein Einsatz zusätzlichen Wert: Nach Wochen auf der Ersatzbank könnte er erstmals wieder über längere Zeit zeigen, dass er weiterhin eine Alternative für die linke Abwehrseite ist.

Europa League bietet weitere Möglichkeiten

Auch nach dem Auftakt in der Türkei wartet ein dichtes internationales Programm. Marseille empfängt am 15. Oktober Olympiakos Piräus, eine Woche später folgt das Auswärtsspiel bei Sturm Graz. Anfang November geht es zu Bayer Leverkusen.

Die Europa League könnte damit tatsächlich zu Garcias Chance werden. Entscheidend ist zunächst jedoch, ob er wieder regelmässig Minuten erhält. Für seinen Platz in Marseille und seine weiteren Ambitionen mit der Schweizer Nationalmannschaft dürfte die Entwicklung der nächsten Wochen wegweisend sein.

🏆 GARCIAS NÄCHSTE CHANCEN

  • 17. September: Beşiktaş – Marseille zum Europa-League-Auftakt.
  • 20. September: Marseille empfängt Paris Saint-Germain in der Ligue 1.
  • 15. Oktober: Marseille – Olympiakos am zweiten Europa-League-Spieltag.
  • Garcia steht im offiziellen Europa-League-Kader von Olympique Marseille.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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