Anna Weinbeer krönt sich zur Marathon-Weltmeisterin
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Anna Weinbeer ist erstmals Mountainbike-Marathon-Weltmeisterin. Die Baslerin gewinnt das 95 Kilometer lange WM-Rennen in Primiero San Martino di Castrozza nach 5:30:54 Stunden mit deutlichem Vorsprung. Nach WM-Silber im vergangenen Jahr krönt die Schweizerin damit ihre überragende Saison 2026 mit dem Regenbogentrikot.
Weinbeer setzt sich auf der mit rund 4000 Höhenmetern gespickten Strecke früh von ihren Konkurrentinnen ab. Im Ziel beträgt ihr Vorsprung auf die italienische Silbermedaillengewinnerin Claudia Peretti 3:53 Minuten.
Bronze geht an die dreifache Marathon-Weltmeisterin Mona Mitterwallner aus Österreich. Sie erreicht das Ziel 8:19 Minuten nach Weinbeer und kann die Schweizerin im Kampf um Gold nie mehr entscheidend gefährden.
Weinbeer greift bereits nach 21 Kilometern an
Die Weltmeisterschaft im italienischen Trentino verlangt den Fahrerinnen alles ab. Auf 95 Kilometern müssen rund 4000 Höhenmeter bewältigt werden. Mehrere lange Anstiege und technisch anspruchsvolle Abfahrten prägen die Strecke rund um Fiera di Primiero.
Weinbeer wartet nicht bis zur Schlussphase. Bereits nach rund 21 Kilometern setzt sich die Schweizerin von ihren wichtigsten Konkurrentinnen ab und beginnt, ihren Vorsprung kontinuierlich auszubauen.
Peretti und Mitterwallner bilden zunächst die erste Verfolgergruppe. Rund zwei Drittel des Rennens liegen beide etwa zwei Minuten hinter der Schweizerin.
Doch Weinbeer lässt sich nicht mehr einholen. Während Peretti später auch Mitterwallner abschütteln kann und Silber absichert, fährt die Schweizerin an der Spitze kontrolliert ihrem bislang grössten Karriereerfolg entgegen.
Fast vier Minuten Vorsprung im Ziel
Nach 5:30:54 Stunden überquert Weinbeer als neue Weltmeisterin die Ziellinie. Peretti folgt nach 5:34:47 Stunden und verliert damit 3:53 Minuten.
Mitterwallner benötigt 5:39:13 Stunden und liegt bereits 8:19 Minuten zurück. Auf Rang 4 folgt die Amerikanerin Melisa Rollins mit mehr als zehn Minuten Rückstand.
Der deutliche Abstand unterstreicht Weinbeers Dominanz. Die Schweizerin war schon vor dem Rennen als eine der grossen Favoritinnen gehandelt worden und bestätigt diese Rolle eindrucksvoll.
Nach WM-Silber folgt das Regenbogentrikot
Der Weltmeistertitel ist die nächste Steigerung einer bemerkenswerten Entwicklung. Erst 2025 hatte Weinbeer bei der Heim-WM im Wallis Silber gewonnen.
Damals fehlte noch der letzte Schritt nach ganz oben. Ein Jahr später gelingt dieser nun in Italien.
Besonders bemerkenswert ist, dass Weinbeer erst seit Juli 2025 als lizenzierte Profisportlerin unterwegs ist. Innerhalb kurzer Zeit hat sie sich damit an die absolute Spitze des internationalen Mountainbike-Marathons gearbeitet.
Traumsaison mit EM- und WM-Titel
Der WM-Triumph ist gleichzeitig der Höhepunkt einer bisher nahezu perfekten Saison. Weinbeer gewann im Juli bereits die Marathon-Europameisterschaft im spanischen Ramales de la Victoria.
Auch im HERO UCI Cross-country Marathon World Cup dominiert die Schweizerin. Vier der ersten fünf Rennen gewann sie und sicherte sich bereits vor dem letzten Lauf den Gesamtsieg der Serie.
Zu ihren Erfolgen 2026 zählen zudem der Schweizer Meistertitel, der Gesamtsieg beim Swiss Epic und zahlreiche weitere Marathon-Siege.
Mit dem Weltmeistertitel komplettiert Weinbeer nun ihre beeindruckende Titelsammlung. Innerhalb einer Saison gewinnt sie damit die Schweizer Meisterschaft, die Europameisterschaft, den Gesamtweltcup und erstmals auch die Weltmeisterschaft.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert