Zugunglück in Spanien: 24 Cupspiele abgesagt
Antonio Spitaleri Allgemein Europa Fussball International La Liga Magazine News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Verbreitung
Eine schwere Zugtragödie erschüttert Spanien und hat unmittelbare Folgen für den Fussball. Der spanische Verband RFEF sagte sämtliche 24 Copa-del-Rey-Partien vom Mittwoch, 28. Oktober 2026, ab. Anlass ist die Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda in der Provinz Toledo. Inzwischen stehen die Nachholtermine fest.
Die Entscheidung betrifft die erste Runde des spanischen Pokalwettbewerbs. Unter den betroffenen Vereinen befinden sich Betis Sevilla, Valencia, Celta Vigo, Mallorca, Levante und Deportivo Alavés. Der Verband begründet die Absagen mit dem Respekt vor den Opfern und der Solidarität mit ihren Angehörigen.
Die Begegnungen werden zwischen dem 29. Oktober und dem 13. November nachgeholt. Neun Spiele wurden bereits auf den heutigen Donnerstag verschoben. Weitere Mannschaften müssen bis in die zweite Novemberwoche warten. Die ausserordentliche Entscheidung verändert die Terminplanung zahlreicher Vereine.
Schweres Zugunglück bei Urda
Am Mittwochmorgen kollidierten in der Provinz Toledo zwei Hochgeschwindigkeitszüge. Das Unglück ereignete sich bei Urda südlich von Madrid.
Die Tragödie forderte zahlreiche Todesopfer und Verletzte. Rettungskräfte waren mit einem umfangreichen Einsatz beschäftigt.
Noch vor Beginn der vorgesehenen Abendspiele reagierte der spanische Fussballverband.
Die RFEF entschied, alle 24 für Mittwoch angesetzten Begegnungen der ersten Pokalrunde zu verschieben.
Damit wollte der Verband seine Anteilnahme ausdrücken und den Angehörigen der Opfer Respekt erweisen.
Auch die grossen Vereine betroffen
Die Absagen betreffen mehrere bekannte Mannschaften der Primera División.
Real Betis hätte auswärts bei Navalcarnero gespielt. Valencia sollte gegen Tavernes antreten, Celta Vigo war bei Salamanca vorgesehen.
Auch Mallorca, Levante und Deportivo Alavés müssen auf ihre ersten Cupauftritte warten.
Für Betis kommt die Verschiebung in einer ohnehin intensiven Saisonphase. Die Andalusier hatten zuletzt unter anderem beim Meisterschaftsspiel gegen den FC Barcelona eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen.
Der Nachholtermin in Navalcarnero wurde auf den 12. November festgelegt.
Neun Begegnungen bereits am Donnerstag
Der Verband veröffentlichte noch am Mittwochabend einen neuen Spielplan.
Neun Begegnungen sollen am Donnerstag, 29. Oktober, stattfinden. Den Anfang machen Peña Sport gegen Huesca und Numancia gegen Real Oviedo um 18.00 Uhr.
Das Duell zwischen Xerez und Cádiz wurde auf 21.00 Uhr angesetzt.
Die weiteren Begegnungen verteilen sich auf den 3., 4., 5., 10., 12. und 13. November.
Besonders spät werden die Partien der Erstligisten Valencia, Betis und Celta ausgetragen.
Zusätzliche Belastung für die Vereine
Die Verschiebungen greifen unmittelbar in den nationalen Spielplan ein.
Die betroffenen Clubs müssen Trainingsabläufe, Reisen und personelle Einsatzpläne neu organisieren.
Gerade für Mannschaften, die neben der Meisterschaft auch international spielen, ist die zusätzliche Planung anspruchsvoll.
Die RFEF hat deshalb keine einheitliche neue Spielrunde angesetzt, sondern unterschiedliche Termine bestimmt.
Die Begegnungen der ersten Cuprunde bleiben sportlich unverändert. Lediglich die Austragungsdaten werden angepasst.
Auch der Futsal-Cup betroffen
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf den klassischen Fussball.
Der Verband sagte ebenfalls neun für Mittwoch geplante Begegnungen des spanischen Futsal-Cups ab.
Die Entscheidung unterstreicht die Tragweite des Unglücks für den spanischen Sport.
Während die Vorbereitungen auf die Nachholspiele laufen, stehen die Gedanken vieler Vereine und ihrer Anhänger bei den Opfern und deren Familien.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert