Fabio Celestini übernimmt Burnley – Schweizer Trainer soll Traditionsclub retten
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Fabio Celestini hat eine neue Herausforderung im englischen Fussball gefunden. Der 50-jährige Schweizer übernimmt den FC Burnley und soll den Premier-League-Absteiger aus der sportlichen Krise führen. Der Championship-Club bestätigte die Verpflichtung am Mittwochabend, 28. Oktober 2026. Nach nur einem Sieg aus zwölf Meisterschaftsspielen steht Burnley auf einem Abstiegsplatz.
Celestini tritt die Nachfolge von Nicky Hayen an. Dessen Engagement endete nach der 1:4-Niederlage gegen Lincoln City. Burnley hat nach zwölf Runden lediglich acht Punkte gesammelt und liegt auf Rang 22 der zweithöchsten englischen Liga. Der neue Trainer soll die Mannschaft zunächst stabilisieren und den nächsten Abstieg verhindern.
Für den ehemaligen Schweizer Nationalspieler ist es die erste Trainerstation in England. Celestini führte den FC Basel 2025 zum Double und trainierte zuletzt ZSKA Moskau. Bei Burnley trifft er auf den Schweizer Nationalstürmer Zeki Amdouni. Sein Debüt gibt er am Samstag, 31. Oktober, im Heimspiel gegen Portsmouth.
Burnley setzt in der Krise auf einen Schweizer
Die Verantwortlichen des FC Burnley haben nach einem enttäuschenden Saisonstart einen Trainerwechsel vollzogen.
Fabio Celestini übernimmt die Mannschaft vier Tage nach der Entlassung von Nicky Hayen.
Der Belgier hatte das Amt erst im Sommer angetreten. Nach zwölf Ligaspielen standen lediglich ein Sieg, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen zu Buche.
Die 1:4-Auswärtsniederlage bei Lincoln City besiegelte seine Entlassung.
Burnley kassierte in den bisherigen Meisterschaftsspielen 25 Gegentore. Mit 17 eigenen Treffern reicht die offensive Produktion nicht aus, um die defensiven Schwächen auszugleichen.
Celestini sieht grosses Potenzial
Der Schweizer zeigt sich nach seiner Verpflichtung überzeugt von den Möglichkeiten seines neuen Arbeitgebers.
In der offiziellen Clubmitteilung erklärt er, dass Burnley über grosses Potenzial und Spieler mit hoher Qualität verfüge.
Celestini kenne die schwierige Ausgangslage. Vergleichbare Situationen habe er bereits in seiner Trainerkarriere erlebt.
Die Anhänger verdienten eine Mannschaft, die vom ersten Anpfiff an mit Überzeugung auftrete.
Damit macht der neue Trainer deutlich, dass er neben taktischen Verbesserungen auch auf Mentalität, Selbstvertrauen und Einsatzbereitschaft setzen will.
Die Erinnerung an den FC Basel
Seinen grössten Erfolg als Clubtrainer feierte Celestini in der Schweiz.
Im Oktober 2023 übernahm er den FC Basel nach einem schwierigen Saisonstart. Die Mannschaft stand damals am Tabellenende.
Innerhalb von eineinhalb Jahren entwickelte er den FCB wieder zu einer Spitzenmannschaft.
2025 führte Celestini die Basler zum ersten Schweizer Meistertitel seit acht Jahren und gewann zusätzlich den Schweizer Cup.
Es war das erste Double des Vereins seit 2017.
Nach seinem Abgang durchlief der FC Basel weitere Trainerwechsel. Die Entlassung von Stephan Lichtsteiner im September 2026 verdeutlichte, wie schwierig es für die Basler geworden war, an die erfolgreiche Zeit unter Celestini anzuknüpfen.
Gerade seine Fähigkeit, eine verunsicherte Mannschaft wieder konkurrenzfähig zu machen, dürfte bei Burnleys Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt haben.
Erfahrung aus Luzern, Lausanne und Moskau
Celestini sammelte bereits vor seiner Zeit in Basel umfangreiche Erfahrung.
Bei Lausanne-Sport gelang ihm der Aufstieg in die Super League. Später betreute er den FC Lugano, den FC Luzern und den FC Sion.
Mit Luzern gewann er 2021 den Schweizer Cup.
Nach seinem Abschied aus Basel im Juni 2025 wechselte er zu ZSKA Moskau und gewann den russischen Supercup.
Das Engagement endete im Mai 2026 nach einer schwierigen sportlichen Phase.
Nun beginnt für den früheren Schweizer Nationalspieler ein neues Kapitel im englischen Profifussball.
Sportchef Diego López erklärt die Verpflichtung
Burnleys neuer Sportchef Diego López begründet die Entscheidung mit Celestinis Erfahrung und Persönlichkeit.
Der Schweizer bringe Leidenschaft, Fachwissen und die Fähigkeit mit, einen Verein weiterzuentwickeln.
Besonders beeindruckt habe die Clubführung Celestinis Entschlossenheit, die schwierige Aufgabe anzunehmen.
Die Verantwortlichen wollen Menschen verpflichten, die sich vollständig mit dem sportlichen Projekt identifizieren.
Celestini wird damit nicht nur für die kurzfristigen Resultate, sondern auch für die Entwicklung einer stabileren Mannschaftsstruktur verantwortlich sein.
Zeki Amdouni erhält einen Schweizer Trainer
Besonders interessant ist der Wechsel aus Schweizer Sicht.
Mit Zeki Amdouni steht bei Burnley ein Schweizer Nationalstürmer unter Vertrag.
Der 25-Jährige hat in der laufenden Championship-Saison drei Tore erzielt und gehört damit zu den produktiveren Spielern seiner Mannschaft.
Celestini kennt den Schweizer Fussball und Amdounis Qualitäten aus dessen früherer Zeit beim FC Basel.
Ob der Nationalspieler im neuen Spielsystem eine veränderte Rolle erhält, dürfte sich bereits in den kommenden Begegnungen zeigen.
Burnley benötigt dringend Punkte
Nach dem Abstieg aus der Premier League war Burnley mit hohen Erwartungen in die neue Saison gestartet.
Statt um den direkten Wiederaufstieg zu kämpfen, steht die Mannschaft nach zwölf Runden in der Abstiegszone.
Besonders die Heimschwäche bereitet Sorgen. Seit dem Sieg gegen Leeds United am 18. Oktober 2025 gelang kein weiterer Meisterschaftserfolg im Turf Moor.
Celestini muss deshalb rasch eine funktionierende Mannschaftsstruktur finden.
Besonders in der Defensive besteht Handlungsbedarf. Gleichzeitig gilt es, die vorhandene offensive Qualität besser einzusetzen.
Portsmouth als erste Bewährungsprobe
Bereits am Samstag, 31. Oktober, steht Celestini erstmals als Burnley-Trainer an der Seitenlinie.
Gegner im Turf Moor ist Portsmouth. Anpfiff ist um 16.00 Uhr Schweizer Zeit.
Für den Schweizer beginnt damit eine schwierige Aufgabe im körperbetonten und intensiven Alltag der Championship.
Mit seiner Erfahrung aus Basel und Luzern hat Celestini bereits gezeigt, dass er sportliche Krisen bewältigen kann.
In England muss er nun beweisen, dass ihm dies auch unter den besonderen Bedingungen der zweithöchsten englischen Liga gelingt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert