Luca Jenni und Lea Fuchs holen Berg-SM-Titel in Arosa
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Luca Jenni und Lea Fuchs sind die neuen Schweizer Bergmeister im Strassenradsport. Beim 44. Radklassiker Chur–Arosa setzte sich Jenni in 59:37,6 Minuten als schnellster Mann durch, während Fuchs das Frauenrennen in 1:09:55,6 Stunden gewann. Die traditionsreiche Strecke führte über 29,3 Kilometer und 1191 Höhenmeter hinauf zum Obersee in Arosa.
Jenni entschied die Männerwertung mit einem starken Auftritt für sich. Der 24-Jährige vom Continental-Team Run & Race – Solarpur benötigte weniger als eine Stunde für den anspruchsvollen Anstieg durch das Schanfigg. Jonas Müller erreichte das Ziel 20,4 Sekunden später auf Rang zwei, Florian Hochuli komplettierte das Podest mit 36,7 Sekunden Rückstand.
Bei den Frauen setzte sich Lea Fuchs souverän durch. Die 35-jährige Zürcherin vom SPAR CTO Women Team distanzierte Marilena Kuster um 45,3 Sekunden. Marion Bindith belegte in 1:10:56,4 Stunden den dritten Platz und verlor damit gut eine Minute auf die neue Schweizer Bergmeisterin.
Jenni knackt die Stundenmarke
Der Radklassiker Chur–Arosa gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Schweizer Bergrennen. Vom Bahnhofplatz in Chur führt die Strecke über unzählige Kurven kontinuierlich bergauf bis nach Arosa. Insgesamt müssen auf den 29,3 Kilometern 1191 Höhenmeter bewältigt werden.
Jenni zeigte dabei die stärkste Leistung des gesamten Männerfeldes. Mit seiner Zeit von 59:37,6 Minuten blieb er deutlich unter der Stundenmarke und setzte sich auch in der Overall-Wertung an die Spitze.
Hinter dem Sieger lieferten sich mehrere Fahrer einen engen Kampf um die weiteren Podestplätze. Müller kam nach 59:58,0 Minuten ins Ziel, Hochuli folgte in 1:00:14,3 Stunden. Thibault Rossier, der in der Elite-Kategorie hinter Jenni Zweiter wurde, belegte in der Gesamtwertung Rang fünf.
Jenni sicherte sich zudem den Sprintpreis in St. Peter. Für den Schweizer, der 2026 bereits mehrere starke internationale Resultate eingefahren hat, ist der nationale Titel ein weiterer Höhepunkt der Saison.
Fuchs bestätigt starke Saison
Auch Lea Fuchs zeigte auf dem langen Anstieg eine überzeugende Vorstellung. Die Schweizerin übernahm die Spitze der Frauenwertung und verteidigte ihren Vorsprung bis ins Ziel am Obersee.
Fuchs hatte bereits im Juni an den Schweizer Strassen-Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Im Einzelzeitfahren gewann sie Bronze, im Strassenrennen belegte sie Rang sechs. Zudem bestritt sie in diesem Jahr die Tour de Suisse Women.
In Arosa folgte nun der nationale Titel am Berg. Marilena Kuster benötigte 1:10:40,9 Stunden und belegte Rang zwei. Marion Bindith erreichte das Ziel weitere 15,5 Sekunden später.
Traditionsrennen als Schweizer Meisterschaft
Die 44. Ausgabe des Radklassikers wurde gleichzeitig als Schweizer Bergmeisterschaft ausgetragen. In der Elite sowie den weiteren Lizenzkategorien waren zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer aus der ganzen Schweiz am Start.
Bei den Männern wurden für Elite, U23 und Master keine separaten nationalen Titel vergeben. Jenni war als schnellster Fahrer dieser Kategorien somit der neue Schweizer Bergmeister. Dasselbe Prinzip galt bei den Frauen, wo Fuchs die Gesamtwertung klar für sich entschied.
Neben den Lizenzrennen fanden auch verschiedene Nachwuchs-, Fun- und Para-Cycling-Wertungen statt. Damit blieb der traditionsreiche Anlass auch 2026 ein breites Schaufenster des Schweizer Radsports.
Für Jenni und Fuchs endete der Sonntag in Arosa mit dem wichtigsten Resultat: Beide dürfen sich nach ihren Siegen auf einer der bekanntesten Schweizer Bergstrecken nun Schweizermeister nennen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert