Italien stoppt die Schweiz im EM-Halbfinal mit 10:4

Spieler der Schweizer Beachsoccer-Nationalmannschaft nach dem EM-Halbfinal gegen Italien.

Der Traum vom dritten Europameistertitel ist für die Schweizer Beachsoccer-Nati geplatzt. Das Team von Trainer Angelo Schirinzi verliert den EM-Halbfinal in Viareggio gegen Gastgeber Italien deutlich mit 4:10. Nach einem katastrophalen Start ins zweite Drittel kämpft sich die Schweiz nochmals heran, kann die Partie aber nicht mehr drehen.

Nach dem ersten Abschnitt liegt die Schweiz mit 1:3 zurück. Zu Beginn des zweiten Drittels folgt die entscheidende Phase: Innerhalb von lediglich 52 Sekunden kassieren die Schweizer drei weitere Gegentore und geraten mit 1:6 ins Hintertreffen.

Die Nati reagiert zunächst stark. Ein italienisches Eigentor sowie Treffer von Glenn Hodel und Noel Ott bringen die Schweiz nochmals auf 4:6 heran. Zu Beginn des letzten Drittels zieht Italien mit einem Doppelschlag jedoch wieder davon und gewinnt schliesslich klar mit 10:4.

52 Sekunden bringen die Schweiz in grosse Not

Die Schweizer hatten sich nach einer anspruchsvollen Gruppenphase viel für das Halbfinal gegen Gastgeber Italien vorgenommen. Doch der Titelverteidiger zeigt von Beginn weg, weshalb er erneut zu den grossen Favoriten des Turniers gehört.

Nach zwölf Minuten steht es 3:1 für Italien. Noch ist für die Schweiz damit alles offen, doch unmittelbar nach Beginn des zweiten Abschnitts gerät die Partie ausser Kontrolle.

Italien trifft dreimal innerhalb von nur 52 Sekunden. Plötzlich liegt die Mannschaft von Angelo Schirinzi mit 1:6 zurück und benötigt praktisch eine perfekte Aufholjagd, um nochmals in den Kampf um den Final einzusteigen.

Hodel und Ott bringen die Hoffnung zurück

Die Schweiz gibt sich trotz des deutlichen Rückstands nicht geschlagen. Zunächst profitiert sie von einem italienischen Eigentor.

Danach verkürzt Glenn Hodel weiter. Auch Noel Ott trägt sich in die Torschützenliste ein und stellt auf 4:6. Innerhalb kurzer Zeit ist aus einem scheinbar bereits entschiedenen Halbfinal wieder eine offene Partie geworden.

Die Schweizer hatten bereits einen Tag zuvor ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt. Gegen Belarus drehte die Nati in der Schlussphase einen 5:6-Rückstand noch in einen 7:6-Sieg und sicherte sich damit das Halbfinal-Ticket.

Gegen Italien gelingt eine solche Wende diesmal nicht.

Italien entscheidet die Partie im Schlussdrittel

Zu Beginn des letzten Abschnitts folgt der nächste Rückschlag. Italien trifft zweimal und baut seine Führung auf 8:4 aus.

Damit ist der Widerstand der Schweizer weitgehend gebrochen. Der Gastgeber legt bis zum Ende noch zwei weitere Treffer nach und zieht mit einem deutlichen 10:4 in den Final ein.

Für die Schweiz ist die Höhe der Niederlage besonders bitter, nachdem sie sich im zweiten Drittel nochmals eindrucksvoll zurückgekämpft hatte.

Der Traum vom dritten europäischen Titel nach den Erfolgen von 2012 und 2022 ist damit beendet.

Schweiz spielt gegen Dänemark um Bronze

Ganz vorbei ist das Turnier für die Schweizer allerdings noch nicht. Am Sonntag wartet in Viareggio das Spiel um Rang 3 gegen Dänemark.

Die Dänen unterlagen in ihrem Halbfinal Spanien deutlich mit 3:8 und verpassten damit ebenfalls den Einzug ins Endspiel.

Für die Schweiz bietet sich somit noch die Möglichkeit, das EM-Turnier mit einer Medaille abzuschliessen. Nach dem starken 8:3 gegen Rekord-Europameister Portugal und dem dramatischen 7:6 gegen Belarus wäre ein Podestplatz trotz der Halbfinal-Klatsche ein versöhnlicher Abschluss.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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