Schweizer Curlerinnen bleiben an der EM ungeschlagen
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Die Schweizer Curlerinnen setzen ihren erfolgreichen Start an der Europameisterschaft in Ostrava fort. Das Team um Skip Alina Pätz bezwingt Deutschland mit 4:2 und feiert den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Nach dem klaren 8:3 gegen Gastgeber Tschechien präsentiert sich die neu formierte Schweizer Equipe erneut konzentriert und taktisch überzeugend.
Bereits im ersten End gelingt den Schweizerinnen gegen Deutschland ein wichtiger Schlag. Obwohl die Equipe nicht über den Vorteil des letzten Steins verfügt, schreibt sie ein Zweierhaus zum 2:0. Im sechsten End gelingt mit einem gestohlenen Stein zum 4:1 die Vorentscheidung. Deutschland kann anschliessend nur noch verkürzen.
Damit bestätigen die Schweizerinnen ihre gute Ausgangslage im Kampf um einen Halbfinalplatz. Bereits der erfolgreiche Schweizer Auftakt an der Curling-EM hatte gezeigt, dass beide Nationalteams konkurrenzfähig sind. Für die Frauen stehen am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit Italien und Norwegen zwei weitere wichtige Gruppenspiele auf dem Programm.
Perfekter Auftakt gegen Deutschland
Die Schweizerinnen erwischen im zweiten EM-Spiel gegen Deutschland einen ausgezeichneten Start. Das Team von Alina Pätz übernimmt sofort die Initiative und nutzt bereits im ersten End eine Gelegenheit, die Partie in die gewünschte Richtung zu lenken.
Besonders bemerkenswert ist das Zweierhaus ohne den letzten Stein. Mit diesem sogenannten Steal verschafft sich die Schweiz früh einen Vorsprung und setzt ihre Gegnerinnen unter Druck.
In der Folge entwickelt sich eine taktisch geprägte Partie. Deutschland versucht, den Rückstand zu verkürzen, doch die Schweizerinnen behalten die Kontrolle über das Geschehen.
Im sechsten End gelingt Pätz und ihren Mitspielerinnen mit einem weiteren gestohlenen Stein das 4:1. Damit ist die Grundlage für den zweiten EM-Erfolg gelegt.
Deutschland kommt zwar noch zu einem Punkt, kann den Schweizer Sieg aber nicht mehr gefährden. Die Partie endet 4:2.
Bereits gegen Tschechien überzeugend
Schon zum Auftakt am Dienstag hatten die Schweizerinnen ihre Ambitionen deutlich unterstrichen.
Gegen Gastgeber Tschechien dauerte es lediglich bis zum zweiten End, ehe die Equipe mit einem Viererhaus einen entscheidenden Vorsprung herausspielte.
Die Tschechinnen reagierten zwischenzeitlich mit zwei Punkten, konnten das Schweizer Team aber nicht mehr ernsthaft gefährden.
Nach sieben Ends war die Begegnung beim Stand von 8:3 beendet.
Mit zwei Siegen aus zwei Spielen hat sich die Schweiz eine hervorragende Position innerhalb ihrer Gruppe erarbeitet.
Alina Pätz führt eine neue Generation
Die Europameisterschaft in Ostrava ist für das Schweizer Frauencurling auch personell ein wichtiger Schritt.
Nach der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit im Team von Silvana Tirinzoni tritt Alina Pätz nun selbst als Skip einer neu zusammengestellten Nationalmannschaft an.
An ihrer Seite spielen Selina Witschonke als Third, Stefanie Berset als Second und Renée Frigo als Lead. Nadine Bärtschiger gehört als Ersatzspielerin zum EM-Aufgebot.
Pätz bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit. Sie hat bereits neun Europameisterschaften bestritten und zweimal Gold gewonnen.
Die neue Formation hat sich vor der EM schnell gefunden. Auf der World Curling Tour gewann sie ihre ersten drei Turniere und erreichte beim ersten Grand-Slam-Wettbewerb den Viertelfinal.
Die bisherigen Auftritte in Ostrava bestätigen diese Entwicklung.
Neuer Modus macht jedes Gruppenspiel wichtig
Die Europameisterschaft 2026 wird erstmals in einem veränderten Format ausgetragen.
Bei den Frauen nehmen zwölf Nationen teil. Sie sind auf zwei Gruppen mit jeweils sechs Mannschaften verteilt.
Jede Equipe bestreitet fünf Gruppenspiele. Anders als im früheren Modus gibt es keine grosse gemeinsame Round Robin mit neun Partien mehr.
Nur die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für die Halbfinals am Samstag, 31. Oktober. Die Medaillenentscheidungen folgen am Sonntag, 1. November.
Auch die Spieldauer wurde angepasst. Statt maximal zehn werden neu höchstens acht Ends gespielt.
Damit gewinnen ein früher Vorsprung und die Kontrolle einzelner Ends zusätzlich an Bedeutung.
Zwei wichtige Begegnungen am Donnerstag
Für die Schweizerinnen geht das Turnier am Donnerstag mit einem Doppelprogramm weiter.
Am Vormittag um 09.30 Uhr steht das Spiel gegen Italien auf dem Programm. Am Abend um 18.30 Uhr wartet Norwegen.
Den Abschluss der Gruppenphase bildet am Freitag um 18.30 Uhr die Begegnung mit Lettland.
Mit zwei bereits errungenen Siegen besitzt das Team Pätz eine gute Ausgangslage. Für die Halbfinalqualifikation werden jedoch auch die direkten Begegnungen mit den weiteren Anwärterinnen auf die ersten beiden Gruppenplätze entscheidend sein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert