Ehammer jagt heute den Diamond-League-Diamanten

Schweizer Weitspringer im Sprung bei einem internationalen Leichtathletik-Meeting als Symbolbild zu Simon Ehammer beim Diamond-League-Final in Brüssel

Für Simon Ehammer wird es heute Abend ernst: Der Appenzeller tritt beim Diamond-League-Final in Brüssel zur Titelverteidigung im Weitsprung an. Um 18.38 Uhr beginnt der Wettkampf im König-Baudouin-Stadion. Ehammer trifft dabei unter anderem auf Olympiasieger Miltiadis Tentoglou und mehrere der besten Weitspringer der Welt.

Der 26-Jährige ist am Freitag der einzige Schweizer Athlet, der beim zweitägigen Saisonfinal in Aktion steht. Insgesamt haben sich sechs Schweizerinnen und Schweizer für Brüssel qualifiziert.

Ehammer reist als amtierender Diamond-League-Sieger an – und mit einer persönlichen Bestleistung von 8,51 Metern aus dieser Saison.

Titelverteidigung gegen Tentoglou

Vor einem Jahr sorgte Ehammer beim Diamond-League-Final in Zürich für einen der Höhepunkte aus Schweizer Sicht. Mit 8,32 Metern gewann der Mehrkämpfer den Weitsprung und sicherte sich die begehrte Diamond Trophy.

Nun wartet in Brüssel eine besonders hochklassige Konkurrenz.

Zu den grössten Gegnern gehört Miltiadis Tentoglou. Der Grieche ist seit Jahren einer der dominierenden Weitspringer der Welt und schlug Ehammer auch bei den Europameisterschaften in Birmingham. Dort gewann Tentoglou Gold, während der Schweizer mit Silber einen weiteren internationalen Grossanlass auf dem Podest beendete.

Ebenfalls gemeldet sind unter anderem der Jamaikaner Tajay Gayle, Wayne Pinnock sowie der Bulgare Bozhidar Sarâboyukov.

8,51 Meter zeigen Ehammers Potenzial

Dass Ehammer die Spezialisten schlagen kann, hat er längst bewiesen.

Beim Mehrkampfmeeting in Götzis sprang der Appenzeller in diesem Jahr 8,51 Meter weit und stellte damit einen neuen Schweizer Rekord auf. Diese Marke gehört auch international zur absoluten Weltklasse.

Seine besondere Stärke bleibt die Kombination aus Mehrkampf und Weitsprung. Während sich die meisten Konkurrenten vollständig auf eine Disziplin konzentrieren, zählt Ehammer gleichzeitig zu den besten Zehnkämpfern der Welt.

Zuletzt verlief allerdings nicht jeder Wettkampf nach Wunsch. Bei Weltklasse Zürich kam der Schweizer mit 8,14 Metern auf Rang sechs. In Brüssel bietet sich nun die Gelegenheit zur unmittelbaren Reaktion.

Wie aussergewöhnlich seine Leistungen bereits in den vergangenen Jahren waren, zeigt auch der Rückblick auf Simon Ehammers Auszeichnung als Schweizer Leichtathlet des Jahres.

Sechs Schweizer beim Saisonfinal

Der Auftritt Ehammers eröffnet aus Schweizer Sicht ein hochinteressantes Wochenende.

Neben ihm haben sich Audrey Werro und Veronica Vancardo über 800 Meter, Angelica Moser im Stabhochsprung, Timothé Mumenthaler über 200 Meter sowie Dominic Lobalu über 5000 Meter für den Final qualifiziert.

Diese fünf starten allerdings erst am Samstag.

Besonders grosse Erwartungen ruhen auf Audrey Werro. Die Freiburgerin ist in dieser Diamond-League-Saison über 800 Meter bislang ungeschlagen und gewann alle fünf Rennen, bei denen sie antrat.

Auch Angelica Moser reist nach einer starken Saison mit realistischen Ambitionen nach Belgien.

Heute gehört die Schweizer Bühne Ehammer

Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf den Weitsprung.

Um 18.38 Uhr beginnt Ehammers Wettkampf. Für den Appenzeller geht es nicht nur um einen weiteren prestigeträchtigen Sieg, sondern auch darum, seine Diamond Trophy zu verteidigen.

Die Ausgangslage verspricht einen hochklassigen Abend: Schweizer Rekordhalter gegen Olympiasieger Tentoglou und mehrere Weltklasse-Weitspringer.

Wenn Ehammer seine 8,51-Meter-Form abrufen kann, gehört er auch in Brüssel zu den Kandidaten auf den Diamanten.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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