US Open: De Minaur und Musetti raus – Monfils sagt Adieu
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Bei den US Open lichtet sich das Männerfeld überraschend schnell. Nach Felix Auger-Aliassime sind mit Alex de Minaur und Lorenzo Musetti zwei weitere hoch gesetzte Spieler bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Besonders emotional wurde der Abend für Gaël Monfils: Der 40-jährige Franzose verlor gegen Learner Tien und bestritt damit das letzte Grand-Slam-Match seiner Karriere.
Während mehrere Favoriten strauchelten, setzte Taylor Fritz ein deutliches Zeichen. Der Amerikaner fertigte Mattia Bellucci in nur drei Sätzen ab und gehört nach seinem überzeugenden Auftritt weiterhin zu den Spielern, die in New York weit kommen können.
Der Donnerstag brachte damit bei den Männern gleich mehrere bemerkenswerte Geschichten.
De Minaur überraschend klar ausgeschieden
Eine der grössten Überraschungen lieferte Botic van de Zandschulp. Der Niederländer bezwang den als Nummer sechs gesetzten Alex de Minaur in drei Sätzen mit 6:4, 7:5 und 6:2.
De Minaur hatte vor dem Turnier aufgrund seiner Konstanz und seines Tempos zu den Spielern gehört, denen ein tiefer Lauf in New York zugetraut worden war. Stattdessen endet sein Turnier bereits nach zwei Matches.
Van de Zandschulp kennt grosse Siege in Flushing Meadows allerdings bestens. Der Niederländer erreichte hier bereits 2021 den Viertelfinal und sorgte 2024 mit einem Erfolg gegen Carlos Alcaraz für eine der grössten Überraschungen jenes Turniers.
Nun hat er erneut einen Topspieler aus dem Wettbewerb genommen.
Sweeny wirft Musetti aus dem Turnier
Fast noch überraschender ist das Ausscheiden von Lorenzo Musetti.
Der an Nummer 13 gesetzte Italiener gewann gegen den Australier Dane Sweeny zunächst den ersten Satz mit 6:3. Danach kippte die Begegnung jedoch komplett.
Sweeny gewann die folgenden drei Durchgänge mit 6:1, 6:2 und 6:2 und steht damit erstmals in seiner Karriere in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers.
Besonders bemerkenswert: Für den Australier ist es gleichzeitig der erste Auftritt überhaupt im Hauptfeld der US Open. Der Aussenseiter nutzt seine Chance bislang eindrucksvoll und gehört zu den grossen Überraschungen der ersten Turnierwoche.
Monfils verabschiedet sich von Grand Slams
Die emotionalste Geschichte des Abends schrieb Gaël Monfils.
Der Franzose unterlag dem erst 20-jährigen Amerikaner Learner Tien mit 3:6, 4:6 und 3:6. Da Monfils bereits angekündigt hat, seine Profikarriere Ende 2026 zu beenden, war es sein letzter Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier.
Damit endet eine aussergewöhnliche Ära. Monfils gehörte während mehr als zwei Jahrzehnten zu den spektakulärsten Spielern der Tour und erreichte bei den US Open 2016 sogar den Halbfinal.
In New York wurde er nach seinem letzten Match entsprechend emotional verabschiedet. Tien trifft nun in der dritten Runde auf Jakub Mensik.
Fritz setzt ein Ausrufezeichen
Während mehrere prominente Namen scheiterten, präsentierte sich Taylor Fritz in beeindruckender Form.
Der Amerikaner besiegte Mattia Bellucci mit 6:0, 6:1 und 6:1. Gerade einmal zwei Games gab Fritz während der gesamten Partie ab.
Damit gehört er weiterhin zu den grossen amerikanischen Hoffnungen auf einen tiefen Lauf beim Heimturnier.
Auch Titelverteidiger Carlos Alcaraz ist bereits in der dritten Runde. Wie schwierig sein Weg nach langer Verletzungspause begonnen hat, zeigt der Bericht über Alcaraz‘ erfolgreiches Comeback nach 139 Tagen ohne Einzelmatch.
Nach den frühen Niederlagen mehrerer gesetzter Spieler wird der Turnierbaum bei den Männern damit zunehmend offen. Van de Zandschulp, Sweeny und Tien haben bereits gezeigt, dass in New York auch die Aussenseiter jederzeit zuschlagen können.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert