Zverev gegen Shelton – heute steigt der US-Open-Final

Alexander Zverev und Ben Shelton vor dem Männerfinal der US Open 2026 in New York.

Heute Abend fällt bei den US Open 2026 die Entscheidung im Männer-Einzel. Alexander Zverev trifft im Arthur Ashe Stadium auf den Amerikaner Ben Shelton, der erstmals in einem Grand-Slam-Final steht. Das Endspiel beginnt um 20.00 Uhr Schweizer Zeit.

Zverev geht als Nummer 1 der Setzliste und mit einem deutlichen Vorteil im direkten Vergleich ins Endspiel. Der 29-jährige Deutsche hat alle vier bisherigen Duelle mit Shelton gewonnen und greift nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel der Saison.

Shelton setzt dagegen auf seinen gewaltigen Aufschlag und die Unterstützung des New Yorker Publikums. Der 23-Jährige könnte als erster US-Amerikaner seit Andy Roddick 2003 wieder den Männer-Titel bei den US Open gewinnen und eine 23-jährige Durststrecke beenden.

Zverev erreicht dritten Grand-Slam-Final in Folge

Alexander Zverev hat sich im Verlauf der US Open deutlich gesteigert. Gerade zu Beginn des Turniers musste der Deutsche enorm viel arbeiten. In seinen ersten beiden Runden benötigte er jeweils fünf Sätze und verbrachte bereits mehr als neun Stunden auf dem Platz.

Danach wurde sein Weg souveräner. Im Viertelfinal bezwang Zverev Botic van de Zandschulp mit 6:2, 7:5, 6:1. Im Halbfinal liess er Karen Khachanov beim 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) ebenfalls keinen Satzgewinn.

Für den amtierenden Roland-Garros-Champion ist es der dritte Grand-Slam-Final hintereinander. Nach seinem Triumph in Paris erreichte er auch in Wimbledon das Endspiel. In New York stand Zverev bereits 2020 im Final, verlor damals nach einer 2:0-Satzführung noch gegen Dominic Thiem.

Nun bietet sich ihm sechs Jahre später die nächste Gelegenheit auf den Titel in Flushing Meadows.

Shelton wirft Alcaraz aus dem Turnier

Ben Shelton hat sich seinen ersten Grand-Slam-Final mit mehreren spektakulären Auftritten verdient. Besonders sein Viertelfinal gegen Titelverteidiger Carlos Alcaraz sorgte für Aufsehen.

Der Amerikaner setzte sich nach fünf dramatischen Sätzen mit 6:7 (5:7), 6:1, 6:3, 1:6, 7:6 (10:7) durch. Shelton beendete damit Alcaraz‘ Titelverteidigung in einem Match, das erst tief in der New Yorker Nacht entschieden wurde.

Im Halbfinal musste Shelton erneut hart kämpfen. Frances Tiafoe gewann den ersten Satz, danach drehte Shelton die Partie und setzte sich mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 durch.

Damit steht der Weltranglistenneunte erstmals in seiner Karriere in einem Major-Final. Zugleich ist Shelton der erste schwarze US-Amerikaner seit Arthur Ashe 1972, der den Männer-Final der US Open erreicht.

Zverev führt im direkten Vergleich 4:0

Die bisherige Bilanz spricht klar für Zverev. Viermal standen sich die beiden bisher gegenüber, viermal gewann der Deutsche.

Besonders deutlich war das Duell im vergangenen Jahr beim Masters in Cincinnati, als Zverev Shelton mit 6:2, 6:2 bezwang. Auch bei den ATP Finals 2025 setzte sich Zverev in zwei Sätzen durch.

Ein Grand-Slam-Final in New York bringt allerdings eine völlig andere Ausgangslage. Shelton kann auf die Unterstützung des Heimpublikums zählen und hat mit seinem Sieg gegen Alcaraz bereits bewiesen, dass er auch unter maximalem Druck einen der besten Spieler der Welt schlagen kann.

Zverev verfügt dagegen über deutlich mehr Erfahrung auf der grössten Bühne. Für ihn ist es bereits der fünfte Grand-Slam-Final seiner Karriere.

Historischer Titel für beide möglich

Für Shelton steht die Chance auf amerikanische Tennisgeschichte auf dem Spiel. Seit Andy Roddicks Triumph 2003 hat kein US-Amerikaner mehr einen Grand-Slam-Titel im Männer-Einzel gewonnen.

Zverev könnte seinerseits seine bislang stärkste Grand-Slam-Saison krönen. Nach dem Titel bei Roland Garros würde er mit einem Triumph in New York bereits seinen zweiten Major-Titel innerhalb weniger Monate gewinnen.

Der Final beginnt am Sonntag um 20.00 Uhr Schweizer Zeit im Arthur Ashe Stadium. Die Ausgangslage ist klar: Zverev besitzt die Erfahrung und den direkten Vergleich auf seiner Seite, Shelton den Heimvorteil und das Momentum eines aussergewöhnlichen Turnierlaufs.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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