Yakin warnt vor Slowenien – Nati will dritten Sieg

Murat Yakin bei einer Pressekonferenz der Schweizer Nationalmannschaft.

Die Schweizer Nationalmannschaft geht mit zwei Siegen und 6:0 Toren in das Nations-League-Heimspiel gegen Slowenien. Murat Yakin verlangt am Samstagabend in Luzern dennoch volle Konzentration und einen starken Auftritt. Von einer möglichen frühen Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg will der Nationaltrainer noch nichts wissen.

Die Schweiz führt die Gruppe B1 nach dem 3:0 in Nordmazedonien und dem 3:0 in Schottland mit sechs Punkten an. Slowenien folgt mit vier Zählern unmittelbar dahinter und hat ebenfalls noch kein Gegentor kassiert. Yakin kündigte an, "ein, zwei Bewegungen" speziell auf den Gegner auszurichten. Gleichzeitig betonte er, dass seine Mannschaft ihren eigenen Rhythmus finden und das Spiel kontrollieren wolle.

Für die Nati ist es das erste Heimspiel dieser Nations-League-Kampagne. Anpfiff ist am Samstag um 20.45 Uhr in der thermoplan arena in Luzern. Die Ausgangslage ist ausgezeichnet, trotzdem bleibt Yakin bei seiner Linie von Spiel zu Spiel. Der aktuelle Länderspielblock mit den Partien gegen Slowenien und Nordmazedonien ist Teil eines kompakten Nations-League-Programms mit insgesamt sechs Gruppenspielen.

Yakin will nichts vom Aufstieg hören

Mit einem Sieg gegen Slowenien könnte die Schweiz ihre Position an der Spitze bereits deutlich festigen.

Yakin weigert sich dennoch, über einen möglicherweise schon früh greifbaren Aufstieg in Liga A zu sprechen.

"Dafür ist es zu früh. Wir schauen von Spiel zu Spiel", erklärte der 52-Jährige vor der Partie.

Diese Zurückhaltung passt zur Ausgangslage.

Slowenien hat aus den ersten beiden Spielen vier Punkte geholt. Auf das 0:0 gegen Schottland folgte ein 2:0 gegen Nordmazedonien.

Unter dem neuen Nationaltrainer Bostjan Cesar ist die Mannschaft damit noch ungeschlagen.

Slowenien wird gezielt analysiert

Yakin machte deutlich, dass die Schweiz den Gegner keinesfalls unterschätzt.

Die Nati werde einzelne Abläufe anpassen und versuchen, Sloweniens Stärken gezielt zu kontrollieren.

Gleichzeitig soll das eigene Spiel im Vordergrund stehen.

Die Schweiz überzeugte in den ersten beiden Partien vor allem durch ihre Stabilität. Sechs Tore und kein einziger Gegentreffer sind eine nahezu perfekte Bilanz.

In Skopje gewann das Team 3:0, drei Tage später folgte im Hampden Park gegen Schottland dasselbe Resultat.

Sesko fehlt Slowenien

Slowenien muss in Luzern auf seinen prominentesten Offensivspieler verzichten.

Benjamin Sesko steht wegen erneut aufgetretener Probleme am Schienbein nicht zur Verfügung.

Der Stürmer war zunächst zum Nationalteam gereist, verliess das Camp anschliessend jedoch wieder.

Damit fehlt Slowenien ein Spieler, der normalerweise einen erheblichen Teil der offensiven Gefahr ausmacht.

Im Tor besitzt die Mannschaft mit Jan Oblak allerdings weiterhin einen internationalen Spitzenspieler. Slowenien hat wie die Schweiz in dieser Nations-League-Kampagne noch kein Gegentor kassiert.

Alle Schweizer Spieler einsatzbereit

Personell kann Yakin praktisch aus dem Vollen schöpfen.

Nach Angaben des Nationaltrainers sind alle Spieler grundsätzlich einsatzfähig.

Cedric Itten erhielt nach einem Schlag auf den Fuss noch eine individuelle Trainingseinheit, steht für die Partie aber zur Verfügung.

Details zur Startformation verriet Yakin nicht.

Besonderes Lob erhielt Zachary Athekame. Der 21-Jährige sei ein "erfrischendes Element" und habe vom ersten Moment an seine Leistung gebracht.

Auch Remo Freuler hob hervor, wie schnell sich die jüngeren Spieler in die Mannschaft integriert hätten.

Der Rasen bereitet Yakin Sorgen

Ein Thema beschäftigt den Nationaltrainer dennoch: der Zustand des Spielfelds in Luzern.

Der Rasen sei nass und darunter weich.

Für eine Mannschaft, die über Ballkontrolle und Kombinationen ihren Rhythmus aufbauen möchte, könnte das zum Faktor werden.

"Fussball braucht einen gewissen Rhythmus und Flow", erklärte Yakin.

Die Verantwortlichen arbeiten am Platz, die Schweizer Mannschaft wich für ihr Abschlusstraining dennoch auf einen Nebenplatz aus.

Am Samstag soll das alles keine Ausrede sein.

Die Schweiz will ihren perfekten Start bestätigen und mit dem dritten Sieg im dritten Spiel den nächsten grossen Schritt Richtung Liga A machen.

🏆 SCHWEIZ–SLOWENIEN IM FOKUS

  • Die Schweiz führt die Gruppe mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 6:0 an.
  • Slowenien folgt mit vier Punkten und hat ebenfalls noch kein Gegentor kassiert.
  • Benjamin Sesko fehlt Slowenien verletzt, während Yakin alle Schweizer Spieler als einsatzbereit bezeichnet.
  • Anpfiff ist am Samstag um 20.45 Uhr in der thermoplan arena in Luzern.
📊NATIONS LEAGUE – GRUPPE B1
Offizieller UEFA-Stand vor dem 3. Spieltag.
Rang / Team Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
1. Schweiz 2 2 0 0 6:0 +6 6
2. Slowenien 2 1 1 0 2:0 +2 4
3. Schottland 2 0 1 1 0:3 -3 1
4. Nordmazedonien 2 0 0 2 0:5 -5 0

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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