Schick stürzt Freiburg – Leverkusen gewinnt Spitzenspiel
Antonio Spitaleri Allgemein Bundesliga Europa Fussball Magazine News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Verbreitung
Bayer Leverkusen gewinnt das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Freiburg mit 2:1 und beendet den Höhenflug des bisherigen Tabellenführers. Patrik Schick erzielt am Sonntag, 18. Oktober 2026, in der 76. Minute den entscheidenden Treffer. Zuvor hatte Ibrahim Maza die frühe Freiburger Führung ausgeglichen. Freiburg verliert damit die Tabellenführung an Bayern München.
Vor 30’210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena bringt Derry Scherhant die Gäste in der 14. Minute in Führung. Nur fünf Minuten später trifft Maza nach einer Hackenvorlage von Schick zum 1:1. In einer intensiv geführten Begegnung bleiben klare Torchancen anschliessend selten, ehe Schick nach glänzender Vorarbeit von Maza die Entscheidung herbeiführt.
Leverkusen bestätigt damit die starke Form der vergangenen Wochen. Bereits beim 4:3-Auswärtssieg gegen das Mainz des Schweizer Trainers Urs Fischer hatte Schick getroffen. Mit nun 13 Punkten liegt Bayer auf Rang vier und damit gleichauf mit Freiburg. Für die Breisgauer bedeutet die Niederlage den ersten Rückschlag in der laufenden Bundesligasaison.
Tennisball-Protest unterbricht die Anfangsphase
Das Bundesliga-Spitzenspiel beginnt mit einer ungewöhnlichen Szene. Bereits in der dritten Minute werfen Freiburger Anhänger zahlreiche Tennisbälle auf das Spielfeld. Die Begegnung muss für mehrere Minuten unterbrochen werden.
Die Gästefans protestieren damit gegen Einschränkungen bei der Mitnahme von Fanmaterialien. Ordner sammeln die Gegenstände ein, während Freiburgs Trainer Julian Schuster das Gespräch mit den eigenen Anhängern sucht.
Nach der Wiederaufnahme entwickelt sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Freiburg findet schneller in den offensiven Rhythmus und nutzt die erste entscheidende Gelegenheit.
Scherhant trifft – Maza antwortet sofort
In der 14. Minute leitet Philipp Treu einen schnellen Freiburger Gegenangriff ein. Über Niklas Beste gelangt der Ball zu Derry Scherhant, der am zweiten Pfosten frei steht und zur Gästeführung einschiebt.
Für Leverkusen ist der Gegentreffer ein Weckruf. Die Werkself erhöht das Tempo und kommt bereits fünf Minuten später zum Ausgleich.
Patrik Schick legt den Ball technisch anspruchsvoll mit der Hacke auf Ibrahim Maza ab. Der offensive Mittelfeldspieler reagiert schnell und platziert seinen Abschluss zum 1:1 im Eck.
Nach diesem Doppelschlag versuchen beide Mannschaften, mehr Kontrolle über das Zentrum zu gewinnen. Die Defensivreihen stehen kompakt, wodurch gefährliche Strafraumszenen seltener werden.
Schick setzt in der 38. Minute einen Kopfball neben das Freiburger Tor. Weitere grosse Gelegenheiten bleiben bis zur Pause aus.
Maza bereitet den entscheidenden Treffer vor
Nach dem Seitenwechsel präsentiert sich Leverkusen zunehmend als die gefährlichere Mannschaft. Der Gastgeber gewinnt mehr zweite Bälle und versucht, über die Aussenpositionen Räume zu schaffen.
Freiburg verteidigt diszipliniert, kann selbst aber nur selten für längere Entlastungsphasen sorgen.
In der 59. Minute bietet sich Schick eine Möglichkeit aus kurzer Distanz, die der tschechische Nationalspieler noch ungenutzt lässt.
17 Minuten später gelingt ihm die entscheidende Aktion.
Ibrahim Maza behauptet sich nahe der Eckfahne gegen mehrere Freiburger Gegenspieler. Mit einer starken Einzelaktion verschafft er sich Platz und spielt den Ball flach in den Strafraum.
Schick steht richtig und schiebt aus kurzer Entfernung zum 2:1 ein.
Für den Stürmer ist es bereits der sechste Treffer im sechsten Bundesligaspiel dieser Saison. Damit unterstreicht er seine aussergewöhnliche Effizienz.
Freiburg drängt vergeblich auf den Ausgleich
In der Schlussphase versucht die Mannschaft von Julian Schuster, wenigstens einen Punkt aus Leverkusen mitzunehmen.
Cyriaque Irié sorgt mit seinen Offensivaktionen für Unruhe. Auch Lucas Höler kommt noch zu einer aussichtsreichen Gelegenheit.
In der dritten Minute der Nachspielzeit setzt Höler einen Kopfball knapp am Tor vorbei. Damit verstreicht die letzte grosse Chance der Breisgauer.
Leverkusen verteidigt den knappen Vorsprung und feiert einen wichtigen Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten in der Spitzengruppe.
Besonders Ibrahim Maza überzeugt. Mit seinem Ausgleichstreffer und der Vorlage zum Siegtor ist er an beiden Leverkusener Treffern unmittelbar beteiligt.
Die Fans wählen ihn anschliessend zum Spieler der Begegnung.
Leverkusen rückt an die Spitze heran
Mit dem Erfolg erhöht die Mannschaft von Carles Martínez ihr Punktekonto auf 13 Zähler. Nach sechs Bundesliga-Spielen stehen vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage zu Buche.
Freiburg bleibt ebenfalls bei 13 Punkten, besitzt aber die bessere Tordifferenz und liegt deshalb weiterhin vor Leverkusen.
An der Tabellenspitze stehen Bayern München und Borussia Dortmund mit jeweils 14 Punkten.
Der kommende Spielplan bringt neue Herausforderungen. Leverkusen reist zunächst in der Europa League zu OFI Kreta und trifft danach in der Bundesliga auswärts auf die TSG Hoffenheim.
Freiburg gastiert zunächst international bei der AS Monaco. Anschliessend wartet das Bundesliga-Duell mit Bayern München.
Für beide Mannschaften beginnt damit eine wichtige Phase, in der sich zeigen wird, wie dauerhaft sie sich im Kampf um die vorderen Tabellenplätze behaupten können.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert