Schertenleib trifft beim 7:0 im Clásico
Antonio Spitaleri Allgemein Europa Frauenfussball Fussball Magazine News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Verbreitung
Sydney Schertenleib hat im Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ein starkes Schweizer Ausrufezeichen gesetzt. Die 19-jährige Nationalspielerin erzielte beim historischen 7:0-Heimsieg in der 88. Minute den Schlusspunkt. Vor 40’533 Zuschauern im Camp Nou feierte Barça zudem einen neuen Zuschauerrekord für ein Spiel der Liga F.
Barcelona dominierte den prestigeträchtigen Vergleich praktisch von Beginn weg. Clàudia Pina eröffnete bereits in der 4. Minute das Skore und legte vor der Pause drei weitere Treffer nach. Caroline Graham Hansen traf ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel, womit die Katalaninnen bereits nach 45 Minuten mit 5:0 führten.
Schertenleib stand in der Startelf und absolvierte die gesamte Partie. Nachdem Ewa Pajor in der 55. Minute auf 6:0 erhöht hatte, sorgte die Schweizerin in der 88. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss für den Endstand. Für Schertenleib ist der Treffer ein weiterer Höhepunkt in einer Phase, in der sie bei Barcelona immer mehr Verantwortung erhält.
Schertenleib setzt den Schlusspunkt
Der Treffer der Schweizerin war alles andere als ein Zufallsprodukt.
Schon vor der Pause hatte Schertenleib die Möglichkeit, sich in die Torschützenliste einzutragen. Zudem wurde sie nach einer Aktion im Strafraum gehalten, ohne dass die Schiedsrichterin auf Penalty entschied.
Später verhinderte Real-Torhüterin Stina Johannes Frohms mit einer starken Parade zunächst noch einen Treffer der Schweizerin.
In der 88. Minute war sie dann machtlos. Schertenleib zog ausserhalb des Strafraums ab und setzte den Ball zum 7:0 in die obere Ecke.
Damit belohnte sich die Schweizerin für einen erneut kompletten Auftritt. Bereits beim 6:0 in der Champions League bei der AS Roma hatte Schertenleib über die gesamte Spielzeit auf dem Platz gestanden.
Pina zerlegt Real Madrid vor der Pause
Zur grossen Figur des Abends wurde Clàudia Pina.
Die Spanierin traf bereits in der 4. Minute zum 1:0. In der 28. Minute erhöhte sie auf 2:0, vier Minuten später vollendete sie ihren Hattrick.
Nur eine Minute danach traf Graham Hansen zum 4:0. Noch vor dem Pausenpfiff schlug Pina ein viertes Mal zu und stellte auf 5:0.
Sie ist damit die erste Spielerin des FC Barcelona, die in einem Duell mit Real Madrid vier Tore erzielt.
Nach der Pause nahm Barça etwas Tempo aus der Partie, blieb aber klar überlegen. Pajor schob nach einer Vorarbeit von Graham Hansen in der 55. Minute zum 6:0 ein.
40’533 Fans sorgen für Liga-Rekord
Auch abseits des Resultats schrieb der Clásico Geschichte.
40’533 Zuschauer verfolgten die Partie im Spotify Camp Nou. Laut Liga F handelt es sich um einen neuen Zuschauerrekord für ein Meisterschaftsspiel der höchsten spanischen Frauenliga.
Für Barcelona passt der deutliche Erfolg zum perfekten Saisonstart. Nach sechs Ligaspielen steht das Team bei sechs Siegen und 18 Punkten.
Real Madrid kassierte dagegen die erste Niederlage der Saison und fiel hinter Madrid CFF auf Rang drei zurück.
Für Schertenleib setzt sich gleichzeitig eine bemerkenswerte Entwicklung fort. Barcelona setzt die Schweizerin inzwischen regelmässig auch in defensiveren Rollen ein. Dass sie nun ausgerechnet im Clásico über 90 Minuten spielt und selbst trifft, unterstreicht ihren wachsenden Stellenwert im Kader von Trainer Pere Romeu.
- Einsatz: Sydney Schertenleib stand in der Startelf und spielte die komplette Partie.
- Tor: In der 88. Minute traf sie mit einem Distanzschuss zum 7:0.
- Zuschauer: 40’533 Fans im Camp Nou bedeuteten Liga-F-Rekord.
- Barça: sechs Siege aus den ersten sechs Ligaspielen.
| Team | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. FC Barcelona | 6 | 6 | 0 | 0 | 28:2 | +26 | 18 |
| 2. Madrid CFF | 6 | 4 | 1 | 1 | 11:9 | +2 | 13 |
| 3. Real Madrid | 6 | 4 | 1 | 1 | 13:13 | 0 | 13 |
| 4. Athletic Club | 6 | 3 | 2 | 1 | 11:8 | +3 | 11 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert