Xhaka räumt Kauf einer Impfbestätigung ein – Nati-Captain fehlt im Nations-League-Block

KI-generiertes Symbolbild von Granit Xhaka im roten Trikot der Schweizer Nationalmannschaft mit Captainbinde

Granit Xhaka wird beim anstehenden Zusammenzug der Schweizer Nationalmannschaft fehlen. Der Nati-Captain hat am Montag öffentlich eingeräumt, während der Corona-Zeit eine Impfbestätigung erworben zu haben, und bezeichnet seinen damaligen Entscheid als Fehler. Xhaka und die Führung des Schweizerischen Fussballverbands haben gemeinsam beschlossen, dass der 33-Jährige bei den vier bevorstehenden Nations-League-Spielen nicht dabei sein wird.

Xhaka erklärte in seiner persönlichen Stellungnahme, er sei im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung damals stark verunsichert gewesen und habe grosse Bedenken sowie Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden. In dieser Situation habe er eine Impfbestätigung erworben, statt seine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären. Er entschuldigte sich für diesen Entscheid, übernahm dafür Verantwortung und kündigte an, bei der Aufarbeitung vollständig mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.

Die neue Entwicklung folgt wenige Tage nach Bekanntwerden des Strafverfahrens der Luzerner Staatsanwaltschaft gegen Granit Xhaka. Die Behörde untersucht, ob im Zusammenhang mit dem Covid-Zertifikat ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Die juristische Beurteilung des Sachverhalts ist trotz Xhakas öffentlicher Erklärung weiterhin Sache der zuständigen Behörden.

SFV und Xhaka entscheiden gemeinsam

Der Schweizerische Fussballverband bestätigte am Montagvormittag, dass Xhaka nicht zum aktuellen Nationalmannschafts-Zusammenzug reisen wird. Nach Angaben des Verbands hatte der Captain die SFV-Führung bereits am Sonntagabend über den Sachverhalt informiert und angekündigt, sich öffentlich dazu zu äussern.

SFV-Präsident Peter Knäbel erklärte, der Verband begrüsse, dass Xhaka Verantwortung übernehme und sich der Aufarbeitung stelle. Gleichzeitig sei man gemeinsam zum Schluss gekommen, den bevorstehenden Zusammenzug ohne den langjährigen Captain zu bestreiten.

Der sportliche Fokus soll damit vollständig auf den bevorstehenden Aufgaben in der Nations League liegen. Die Schweizer Mannschaft kommt am Montag in Belek in der Türkei zusammen und bereitet sich dort bis Freitag auf die ersten beiden Partien vor.

Vier Nations-League-Spiele ohne den Captain

Die Schweiz startet am Samstag, 26. September, um 20.45 Uhr auswärts in Skopje gegen Nordmazedonien in die neue Nations-League-Kampagne. Drei Tage später folgt das Gastspiel gegen Schottland im Hampden Park in Glasgow.

Anschliessend stehen zwei Heimspiele in Luzern auf dem Programm. Am 3. Oktober trifft die Nati auf Slowenien, am 6. Oktober folgt das zweite Duell mit Nordmazedonien. Beide Partien beginnen um 20.45 Uhr.

Xhaka wird bei allen vier Begegnungen fehlen. Damit muss Nationaltrainer Murat Yakin nicht nur auf seinen Captain, sondern auch auf einen der zentralen Spieler im Schweizer Mittelfeld verzichten.

Rückkehr wird nach dem Länderspielfenster beurteilt

Wie es für Xhaka in der Nationalmannschaft anschliessend weitergeht, ist derzeit offen. Der SFV kündigte an, die Situation nach Abschluss des aktuellen Länderspielfensters gemeinsam mit dem Spieler neu zu beurteilen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Die nächsten Nations-League-Partien nach dem Oktober-Block finden im November statt. Dann spielt die Schweiz zunächst am 13. November auswärts gegen Slowenien und empfängt am 16. November Schottland in St. Gallen.

Bis dahin dürfte neben der sportlichen Situation auch die weitere Entwicklung des laufenden Verfahrens eine Rolle spielen. Xhaka hat seinerseits angekündigt, sich der Aufarbeitung zu stellen und mit den Behörden zu kooperieren.

🏆 DIE VIER NATI-SPIELE OHNE XHAKA

  • 26. September: Nordmazedonien – Schweiz in Skopje.
  • 29. September: Schottland – Schweiz im Hampden Park in Glasgow.
  • 3. Oktober: Schweiz – Slowenien in Luzern.
  • 6. Oktober: Schweiz – Nordmazedonien in Luzern.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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