Berner Ka-We-De: Historisches Wellenbad und Eisbahn starten nach Sanierung neu

Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung der Ka-We-De abgeschlossen. Nachdem die Anlage im Sommer bereits im Rahmen eines Testbetriebs geöffnet war, beginnt am Samstag, 17. Oktober, die Eissaison mit einem Tag der offenen Tür. Die historische Anlage wurde umfassend erneuert und gleichzeitig behutsam weiterentwickelt. Dabei wurden die Eisbahn, das Nichtschwimmbecken und ein unterirdisches Ausgleichsbecken neu gebaut, die Gebäude energetisch saniert und die technischen Anlagen ersetzt. Der Baukredit von 59,4 Millionen Franken konnte eingehalten werden.

Die Ka-We-De wurde zwischen 1932 und 1933 von den Architekten Rudolf von Sinner und Hans Beyeler als erste kombinierte Eis- und Wassersportanlage in Bern gebaut. Der für seine Zeit pionierhafte Neubau ist heute ein baukulturell wertvoller Zeitzeuge der Moderne und im schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgeführt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wiedereröffnung: Samstag, 17. Oktober 2026, mit einem Tag der offenen Tür und dem Beginn der Eissaison.
  • Bauzeit: Rund zwei Jahre seit September 2024; die Arbeiten wurden fristgerecht abgeschlossen.
  • Investition: Der bewilligte Baukredit von 59,4 Millionen Franken wurde eingehalten.
  • Historische Anlage: Die Ka-We-De wurde 1932 bis 1933 erbaut und ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingetragen.
  • Erneuerung: Eisbahn, Nichtschwimmbecken und unterirdisches Ausgleichsbecken wurden neu gebaut.
  • Sommerangebot: Mehr Liegeflächen, neue Holz-Liegekojen, Spielplatz, Planschbecken und Wasserspiele.
  • Energie: Neue Wärmedämmung, energieeffiziente Anlagentechnik, Wärmepumpe und zwei Photovoltaikanlagen.
  • Gastronomie: Das Restaurant ist ab dem 17. Oktober wieder regulär geöffnet.
  • Sportvereine: Trainingsbetrieb auf der Anlage seit dem 14. Oktober 2026 wieder möglich.

Die letzte grössere Renovation und Erweiterung erfolgte in den 1980er-Jahren. Aufgrund wesentlicher altersbedingter Mängel musste die Ka-We-De seit September 2024 gesamtsaniert werden. Nach zweijähriger Bauzeit wurden die Arbeiten fristgerecht abgeschlossen. Der von der Stimmbevölkerung im März 2024 genehmigte Baukredit von 59,4 Millionen Franken konnte eingehalten werden.



Sorgfältiger Umgang mit 90 Jahren Baugeschichte

Bei den Arbeiten galt es, den denkmalpflegerischen Anforderungen von Beginn an besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die über 90-jährige Bausubstanz brachte einige Überraschungen mit sich. Bei zahlreichen Bauteilen konnte der tatsächliche Zustand erst nach Baubeginn beurteilt werden. So musste beispielsweise ein Teil der bestehenden Decke im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes vollständig ersetzt werden.



Neuer Eis- und Wasserbereich

Eine besondere Herausforderung stellte die einzigartige Kombination von Nichtschwimmbecken und Eisbahn dar, deren Neubau ein zentraler Bestandteil der Sanierung war. Eine komplexe Technik musste auf engstem Raum integriert werden. Die kombiniert nutzbare Eis- und Wasserfläche wurde leicht verkleinert und entspricht nun wieder den ursprünglichen Massen aus der Erstellungszeit. Das Wellenbad wurde umfassend saniert, behielt aber seine Grösse und sein Erscheinungsbild. Sowohl die Technik zur Eisproduktion als auch die Badewassertechnik wurden durch neue, energieeffiziente Anlagen ersetzt.




Mehr Platz zum Liegen, Spielen und Verweilen

Im Zuge der Sanierung konnte zusätzliche Liegefläche für den Sommerbetrieb freigespielt werden. Unter anderem, weil die Eis- und Wasserfläche geringfügig verkleinert und die südliche Aussenwand des Garderobentrakts nach innen versetzt wurde. Auf der dadurch gewonnenen Fläche entstanden neue Holz-Liegekojen. Für jüngere Kinder ist ein neuer Spielplatz mit Planschbecken und Wasserspielen entstanden. Auf dem Areal wurden zusätzliche schattenspendende Bäume gepflanzt.



Energetisch und technisch erneuerte Gebäude

Auch die Gebäude erfuhren eine umfassende Erneuerung. Neue Fenster und zusätzliche Wärmedämmungen verbessern die Energiebilanz der Gebäudehülle. Die gesamte Haustechnik sowie die sanitären Anlagen wurden instandgesetzt. Das Restaurant erhielt eine neue Küche. Geheizt wird ausschliesslich mit Abwärme aus der Eisproduktion und Wärmepumpe. Die Dächer wurden mit zwei Photovoltaikanlagen versehen.

Tag der offenen Tür zur Wiedereröffnung der Ka-We-De

Das warme Herbstwetter führte zu technischen Herausforderungen beim Kühlen der Betonpiste. Aus diesem Grund musste der Start des Kunsteisbahnbetriebs Ka-We-De um zwei Wochen verschoben werden. Ansässige Sportvereine können bereits ab Montag, 12. Oktober, die Kästli auf der Anlage beziehen und ab Mittwoch, 14. Oktober ihre Trainings wieder auf der Ka-We-De durchführen. Am Samstag, 17. Oktober 2026 findet zur Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit ein Tag der offenen Tür mit vielfältigem Programm statt. Ab dann sind die Eisfelder sowie das Restaurant wieder regulär geöffnet.

 

Quelle: Stadt Bern / Hochbau Stadt Bern
Bildquelle: Rolf Siegenthaler

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